Den drei heimischen Landesligisten droht der Abstieg

dzTischtennis

Die Strukturreform erschwert den Kampf um den Klassenerhalt auch in der Landesliga. So stehen die Chancen der heimischen Teams.

von Horst Reinecke

21.08.2019, 14:24 Uhr / Lesedauer: 2 min

Für die drei Landesligateams aus den heimischen Gefilden fällt der Startschuss in die nächste Saison Ende des Monats. Mit der Reserve des GSV Fröndenberg und den beiden Teams des TTC Rünthe treten alle drei Mannschaften in der Landesliga-Gruppe 2 an die Tische.

Auch für diese Teams greift die zweite Stufe der Reform des Westdeutschen Tischtennisverbandes (WTTV). Danach wird die Anzahl der Landesligen von aktuell 11 auf 10 (ab Saison 2020/21) reduziert. Mit drei festen Absteigern und zwei Teams, die ihr Glück in einer Abstiegsrelegation suchen müssen, ist die Abstiegsgefahr sehr groß.

Die besten Chancen, den Klassenverbleib zu sichern, hat die Reserve des GSV Fröndenberg. Mit neun Spielern ist der Kader des Tabellenfünften der vergangenen Saison breit aufgestellt. „Dieser breite Kader ist aber sinnvoll, da einige Spieler aus beruflichen und privaten Gründen sporadisch nicht zur Verfügung stehen. Außerdem werden wir sicherlich öfters Ersatz für unsere Erste in der NRW-Liga stellen müssen, da auch hier einige Spieler beruflich sehr eingespannt sind und nicht immer parat stehen können. Deshalb müssen wir aufpassen, dass wir aus diesen Gründen nicht in den Abstiegsstrudel geraten“, so Fröndenbergs Team-Kapitän Christian Vollmer. Zum Auftakt reist die GSV-Reserve am 31. August zum potenziellen Abstiegskandidaten aus Werne. „Dieses Match wird gleich zur Standortbestimmung für unser Team“, führt Vollmer weiter aus.

GSV Fröndenberg II: 1.) Andreas Bendowski, 2.) Hendrik Arndt, 3.) Tim Stöber, 4.) Christian Vollmer, 5.) Lutz Reh, 6.) Marc Michelt, 7.) Dominik Finsterbusch, 8.) Johannes Lück, 9.) Andreas Herzog

Dagegen starten beide Rünther Teams als potenzielle Abstiegskandidaten in die neue Spielzeit. Aufgrund des Aderlasses der ersten Mannschaft bilden die beiden verbliebenen Spieler des Verbandsligaabsteigers, Falko Gembruch und Vincent Schüßler, jetzt das Spitzenpaarkreuz der zweiten Mannschaft des TTC Rünthe. Das vormals zweite Rünther Sextett startet als Aufsteiger unter TTC Rünthe I in die mit Spannung erwartete Saison. „Als Verein haben wir entschieden, das Aufsteiger-Team nicht auseinander zu reißen. Wir hatten natürlich gehofft, in der nach der Papierform etwas schwächer einzuschätzenden Landesligagruppe 3 (sogenannte Münsterland-Liga) eingestuft zu werden. Leider hat das nicht geklappt. Deshalb werden in der starken Gruppe 2 unsere beiden Mannschaften neben dem Ortsrivalen TTC Werne zu den ersten Abstiegsanwärtern gezählt. Trotzdem gehen wir optimistisch in die Saison. Es müssen alle Spiele erst einmal gespielt werden. Vielleicht kann wenigstens ein Team den Klassenerhalt erreichen“, freut sich Rünthes Kapitän Falko Gembruch dennoch auf die neue Spielserie, die trotz Abstiegsgefahr für beide Teams entspannter als die letzte Serie verlaufen soll. Die Saison startet gleich mit dem brisanten Duell der beiden Rünther Teams.

TTC Rünthe I: 1.) Thomas Gerstmann, 2.) Uwe Becker, 3.) Steven Fromm, 4.) Nils Quander, 5.) Andre Le, 6.) Matti Wagner

TTC Rünthe II: 1.) Falko Gembruch, 2.) Vincent Schüßler, 3.) Ralf Wieklinski, 4.) Jens Schubert, 5.) Lukas Neufeld, 6.) Jörg Wellmann, 7.) Osman Onur Sahbaz

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