Bezirksliga-Aufsteiger SG Massen hat das Match gegen Mengede mit 0:2 verloren - und auch Rouven Spielfeld. Der Abwehrspieler war die tragische Figur der Begegnung.

von Dirk Berkemeyer

Kreis Unna

, 05.11.2019, 13:06 Uhr / Lesedauer: 2 min

Nach der Pleite in Eichlinghofen ist der SSV Mühlhausen-Uelzen am Tiefpunkt angekommen. Auch Massen kann nicht mehr gewinnen, dafür kommt der HSC II immer besser in Tritt.

Die heimischen Vertreter näheren sich zwei Spiele vor Ende der Hinserie immer mehr dem bedeutungslosen Teil der Tabelle - dem Mittelfeld - an. Am schlimmsten ist diese Tatsache für den SSV Mühlhausen-Uelzen.

Das Team vom Mühlbach machte in der vorgezogenen Partie in Eichlinghofen einmal mehr das, was es in der jüngeren Vergangenheit wohl am besten kann: Patzen.

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SG Massen - Mengede08/20 0:2

05.11.2019
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SG Massen - Mengede08/20 0:2© Neumann
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Franco Jans (SGM in Schwarz) dribbelt über die linke Angriffsseite

Foto: Neumann© Neumann
SG Massen - Mengede08/20 0:2© Neumann
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SG Massen - Mengede08/20 0:2© Neumann
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Aus den letzten fünf Partien holte die Truppe von René Johannes magere sechs Pünktchen und kassierte dabei drei Niederlagen. Für einen Aufstiegsfavoriten der Liga ist das viel zu wenig. Folgerichtig hat sich der SSV nach dem 1:2 zumindest auf längere Sicht aus dem Titelrennen verabschiedet. Körne (33 Punkte) und Türkspor (30) sind schon meilenweit entfernt und haben den Vorsprung vor Mühlhausen (25) mit Siegen noch weiter ausgebaut. Kaum vorstellbar, dass Körne mit aktuell schon acht Punkten Vorsprung noch eingeholt werden kann.

„Nach dem Spiel in Eichlinghofen fehlen mir die Worte“, war auch Johannes komplett bedient. „Bei einigen meiner Spieler passt die Einstellung überhaupt nicht. Das muss sich dringend ändern.“

Keine Frage der Motivation war hingegen die 0:2-Heimpleite der SG Massen gegen Mengede. Auch gegen den Tabellenfünften hielt der Aufsteiger lange gut mit und hatte Pech, dass der Schiedsrichter in der entscheidenden Szene des Spiels mit seinen Gedanken wohl woanders war.

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In der 81. Minute hatte Lukas Klütz die Kugel mit dem Kopf über die Linie bugsiert. Alles freute sich über den vermeintlichen Ausgleichstreffer. Der Schiri aber hatte kein Tor gesehen und ließ weiterlaufen.

„Ein absolutes Unding, das war ein klares Tor“, ärgerte sich Massens Spielertrainer Marco Köhler, der gemeinhin nicht als scharfer Kritiker der Unparteiischen gilt. Diesmal aber gab es keine zwei Meinungen. „Dieser Treffer hätte dem Spiel mit Sicherheit nochmal neue Spannung verliehen.“

Überhaupt hatte Massen an der Sonnenschule das Glück nicht wirklich gepachtet. Schon der Führungstreffer der Gäste fiel mehr als kurios. Rouven Spielfeld hatte die Kugel kurz vor der Strafraumgrenze zurückgespielt und nicht gesehen, dass sein Torwart Kai Münstermann ganz woanders stand. So trudelte das Spielgerät unbehelligt ins Massener Netz.

Darum war Rouven Spielfeld die tragische Figur im Massener Spiel

© art

Spielfeld avancierte im weiteren Verlauf eh zur tragischen Figur und handelte sich in der 84. Minute eine Ampelkarte ein. Noch hat die neuerliche Massener Pleite keine Konsequenzen, denn mit weiterhin 17 Punkten liegt die SGM auch weiterhin im sicheren Fahrwasser der Tabelle.

Schon seit vier Spielen ungeschlagen ist hingegen die Mannschaft des Holzwickeder SC II. Im ungleichen Duell der beiden Oberliga-Reservemannschaften setzte sich das Team am Sonntag deutlich mit 7:0 beim Lüner SV II durch.

„Der Sieg hätte sogar noch deutlich höher ausfallen müssen“, erklärte Holzwickedes Coach Olaf Pannewig. „Wenn wir unsere Chancen nutzen, gehen wir mit einem zweistelligen Erfolg vom Feld.“

Nur zu Beginn der Partie hatte Holzwickede einige Probleme und vor allem Glück, dass Keeper Timo Harbott mit zwei Riesenparaden einen Rückstand verhinderte.

Mit zunehmender Spieldauer übernahm der HSC dann das Kommando und spielte die überforderten Hausherren komplett an die Wand.

Einen sehr guten Eindruck hinterließen dabei auch die oberligaerfahrenen Justin Pfaff und Ersan Özcan, die diesmal die Reserve verstärkten. In der Tabelle war der Sieg des HSC II zudem Gold wert, denn mit nun elf Punkten hat der HSC einen weiteren Schritt in Richtung des gesicherten Mittelfeldes gemacht.

Kemminghausen (11) und Eichlinghofen (13) sind nun sogar schon in Sichtweite. Aber auch die Abstiegszone ist nicht weit weg. Dort steht aktuell Wethmar auf Rang 14 mit acht Punkten, dahinter folgen Roj und Lünen II mit sieben Zählern. Am Wochenende trifft Holzwickede nun auf den Tabellenzweiten Türkspor Dortmund.

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