Spekulationen über die eigene Haarfrarbe, ein absolutes „No-go“ und fehlende Kaltschnäuzigkeit in der Gefahrenzone bestimmen die Bezirksliga-Splitter des vergangenen Wochenendes.

von Dirk Berkemeyer

Kreis Unna

, 10.09.2019, 15:37 Uhr / Lesedauer: 2 min

In der Bundesliga ist es mittlerweile gang und gäbe, dass sich die Herren Profis von einem Starfrisör den neusten und maximal ausgeflipptesten Look verpassen lassen. Und das gerne auch mal im Hotel und vor einem wichtigen Topspiel.

Dass man sich als ungeschlagener Tabellenführer nun aber auch schon in der siebten Liga Sorgen um seine Haarpracht am Ende der Spielzeit macht, ist sicherlich eher neu. Geschehen ist dies als süffisante Randnotiz bei der Partie des SSV Mühlhausen-Uelzen am Sonntag gegen Mengede.

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SSV Mühlhausen - Mengede 4:0

In der Fußball-Bezirksliga (8) setzte sich der SSV Mühlhausen mit 4:0 gegen das Team aus Mengede durch.
10.09.2019
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SSV Mühlhausen - Mengede 4:0© neumann
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David Bernsdorf (SSV in Weiß) nutzt eine Nachlässigkeit der Mengeder Defensive und trifft zur 1:0-Pausenführung

Foto: Neumann© neumann
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Der Treffer von David Bernsdorf (SSV in Weiß) wird wegen Abseitsstellung nicht anerkannt

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Sebastian Schnee (SSV in Weiß) beim Kopfballduell im Mengeder Strafraum

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Trotz des deutlichen 4:0-Erfolges seiner Truppe gegen die Dortmunder Vorstädter stellte SSV-Coach René Johannes noch während des Spiels eine eher düstere Prognose in Sachen der eigenen Haarfarbe. „Wenn das so weiter geht, dann wird das für meine Haare nicht gut ausgehen. Vielleicht bin ich am Ende der Saison komplett grau“, scherzte der Übungsleiter und spielte damit auf eine gewisse „Sorglosigkeit“ seiner Kicker an.

Auch gegen Mengede musste der Coach an der Seitenlinie einige knifflige Momente überstehen. Zwei Riesen-Paraden von Robin Mesewinkel-Risse, der Innenpfosten und ein Abseitspfiff verhinderten dabei Schlimmeres. Dennoch schaffte der SSV den nächsten Sieg und liegt mit 13 Punkten nun allein ander Tabellenspitze.

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Weit weg davon und noch mit viel größeren Sorgen behaftet ist aktuell wieder Olaf Pannewig vom Holzwickeder SC II. Um die Farbe seiner Haarpracht macht sich der Übungsleiter dabei - mangels Masse - gewiss überhaupt keine Gedanken. Um die körperliche und seelische Verfassung seiner Truppe dagegen um so mehr. Drei Punkte haben die jungen HSCler aktuell auf dem Konto und liegen damit auf Rang 14, der am Saisonende den Abstieg bedeuten würde.

In Kirchderne sah es lange Zeit nach einem weiteren Punktgewinn aus. „Ein absolutes No-go hat uns dann aber aus allen Träumen gerissen“, so Pannewig. Gemeint war dabei ausgerechnet eine eigene Standardsituation. Vier Minuten vor dem Spielende zirkelten die Holzwickeder eine Ecke hoch in den Kirchderner Strafraum und leiteten damit ihre Niederlage ein. Für den Keeper der Gastgeber war der Ball kein Problem, schnell leitete er damit den Gegenangriff ein. Kirchderne konterte den HSC geschickt aus und machte mit dem Tor zum 2:1 damit den Sieg perfekt.

„So etwas darf uns nie im Leben passieren“, schnaubte Pannewig. „Ich habe es so oft gesagt, das ist ein absolutes Unding.“ Ein Fauxpas, der die Holzwickeder Reserve nach dem Höhenflug der Vorwoche schnell wieder auf den Boden zurückholte. Zudem gehen dem HSC mehr und mehr die Spieler aus. „Robin Golisch musste Sonntag als Feldspieler auf der Bank Platz nehmen“, verdeutlicht Pannewig die Misere. „Wir müssen die Jungs unter der Woche hegen und pflegen.“ Das ist auch dringend nötig, am Sonntag geht es im Derby gegen den VfR Sölde.

Intensiv üben wird man unter der Woche hingegen ein paar Kilometer weiter östlich. Bei der SG Massen steht ganz sicher der Torabschluss auf dem Trainingsplan. Mit dem 0:0 in Brambauer holte der Aufsteiger zwar einen weiteren Punkt. Zufrieden war damit aber niemand.

„Wir haben in der zweiten Halbzeit die Partie bestimmt“. verdeutlicht SGM-Spielertrainer Marco Köhler. „Leider haben wir dabei trotz vieler Top-Gelegenheiten das Toreschießen vergessen“.

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