Daniel Decker-Törö hat zehn Tage Bedenkzeit

dzFußball

Der umstrittene Schiedsrichter Daniel Decker-Törö wird bis zum 30. Juni nicht mehr eingesetzt. Er hat aber die Möglichkeit, Einspruch einzulegen.

Kreis Unna

, 24.10.2019, 15:34 Uhr / Lesedauer: 2 min

Schon kurz nach Ende der Beratung am Mittwoch hat Thorsten Persche, Vorsitzender des Kreisschiedsrichterausschusses, das Urteil Daniel Decker-Törö zunächst mündlich mitgeteilt und dann auch schriftlich zukommen lassen. Der Ausschuss hatte zuvor einstimmig beschlossen, dass der umstrittene Schiedsrichter bis zum 30. Juni des kommenden Jahres im Fußballkreis Unna/Hamm nicht mehr als Spielleiter angesetzt wird. In dem Schreiben wird Decker-Törö eine Frist von zehn Tagen eingeräumt, formell Widerspruch gegen dieses Urteil anzumelden.

Noch keine Reaktion

Bisher habe ich aber von ihm noch keine Reaktion bekommen“, sagte Perschke gestern auf Anfrage. In dem Telefonat nach der Sitzung ließ er aber erkennen, dass er durchaus damit gerechnet hat, schon bald wieder als Schiri tätig werden zu dürfen. „Wir müssen ihn doch aus der Schusslinie holen. Wer weiß, was passiert, wenn die Emotionen auf dem Platz einmal richtig überkochen. Das Urteil ist auch so ausgefallen, weil alle der Meinung sind, ihn schützen zu müssen“, sagt Perschke.

Seit Ende der vergangenen Saison wurde Decker-Törö bei seinen Einsätzen sechs Mal beobachtet. Dienen derartige Aktionen normal in erster Linie der Möglichkeit, zu entscheiden, ob ein Schiedsrichter befähigt ist, auch in einer höheren Spielklasse eingesetzt werden zu können, gibt es eben auch außerordentliche Fälle. Und dazu gehört Decker-Törö. Viele Spiele wurden unter seiner Leitung nicht „normal“ beendet, sondern vorzeitig abgebrochen, weil zahlreiche Feldverweise eine Fortsetzung unmöglich gemacht hatten. So wie zuletzt im B-Kreisliga-Spiel zwischen den Reserve-Mannschaften von RW Unna und SuS Oberaden, als er sieben Platzverweise aussprach, sechs davon gegen den SuS Oberaden. Die Folge: Der Unparteiische, der für den VfK Nordbögge pfeift, musste zunächst bis zum 23. Oktober, dem Datum der Sitzung des Kreisschiedsrichterausschusses, pausieren. Diese Auszeit wurde nun bis zum Saisonende verlängert.

Ungewöhnlicher Name

„Ich komme ziemlich viel rum und bin erstaunt, wo überall ich auf Daniel Decker-Törö angesprochen wurde und werde. Das alles hat sicher auch mit seinem ungewöhnlichen Namen zu tun, den jeder in Erinnerung behält. Die ganze Sache muss sich nun beruhigen“, so noch einmal Thorsten Perschke.

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Sich über Facebook unqualifiziert über diesen Schiedsrichter zu äußern, sei indes ein Unding. „Es sind aber deutlich weniger, als man meinen könnte. Zudem sind es immer dieselben, die sich dort unsachlich äußern. Noch einmal: Rein fachlich kann Daniel Decker-Törö nichts vorgeworfen werden.“

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