Coronavirus: HSC-Gesundheitssport auf dem Weg zurück in die Normalität.

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Das Coronavirus hat den Gesundheitssport des Holzwickeder SC auch finanziell hart getroffen. Durch flexibles Handeln ist jetzt wieder Besserung in Sicht.

von Werner Hahn

Holzwickede

, 26.09.2020, 12:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Rund 1800 Mitglieder zählt der Holzwickeder SC, etwa 700 davon gehören der Abteilung Gesundheitssport an. Zahlenmäßig gehört der Klub damit zu den größten Sportvereinen des Kreises Unna.

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Das Corona-Virus, das derzeit bekanntlich Land und Leute in Atem hält, macht auch vor dem HSC keinen Halt. Besonders betroffen von der Pandemie ist die Abteilung Gesundheitssport. „Ich bin froh, dass uns die Mitglieder trotz der aktuell eingeschränkten Möglichkeiten die Treue halten. Dafür möchte ich mich auf diesem Wege herzlich bedanken - ein großes Dankeschön“, sagt Susanne Werbinsky, die für diese Abteilung verantwortlich ist.

Susanne Werbinsky ist selber auch noch fit.

Susanne Werbinsky ist selber auch noch fit. © hahn

Dass diese Situation auch an Susanne Werbinsky und ihren Helfern nicht spurlos vorbeigeht“, ist eigentlich selbstverständlich. Ihre Tätigkeit beschränkt sich nämlich nicht nur auf die 700 aktiven Mitglieder. „Ferner bedienen wir rund 400 Flatrate-Teilnehmer und ca. 400 Kurs-Teilnehmer. Dazu kommen etwa 300 bis 400 Reha-Teilnehmer, also Menschen, die mit ärztlicher Verordnung unsere Kurse besuchen. Durch das Corona-Virus sind natürlich viele Stunden mit diesem Personenkreis ausgefallen, finanziell ist das natürlich schon ein Schlag ins Kontor. Immerhin beschäftigen wir 50 lizenzierte Übungsleiter. Was das heißt, kann sich jeder ausrechnen. Wir sind erst seit Mai zum Teil mit Online-Angeboten wieder auf dem Weg zurück in die Normalität, mussten zuvor sogar einige Wochen Kurzarbeit einlegen. Die Organisation hat viel Kraft gekostet. Wir brauchen weitere Helfer und Übungsleiter, die sich bei uns die Kompetenz für ihre berufliche Zukunft schaffen können“, macht Frau Werbinsky deutlich, die bekanntlich in Personalunion auch zweite Vorsitzende des Gesamtvereins ist.

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„Ein weiteres Problem sind zudem die Räumlichkeiten. Wir müssen natürlich die Hygienevorschriften beachten. Ein Beispiel ist einer der Räume hier in unserer Geschäftsstelle: Wenn dort unter normalen Umständen neun Personen ihre Übungen abhalten konnten, so ist das derzeit nur mit 4 bis 5 Menschen möglich, weil wir den Abstand einhalten müssen. Wichtig ist dabei auch, dass unsere Übungsleiter auch in dieser schweren Zeit Kontakt mit den Kurs-Teilnehmern halten. Manche Kurse haben wir auch umgestellt, zum Beispiel von Fitness-Gymnastik auf Nordic Walking. Einige Kurse halten wir auch im Freien ab. So bieten wir auf dem Kunstrasenplatz innerhalb des Stadions Kurse wie Yoga an. Obwohl wir in acht Kommunen innerhalb der näheren Umgebung in 30 Räumen tätig sind, fehlen uns weitere Räumlichkeiten. Dennoch: Trotz aller Widrigkeiten sind unsere Teilnehmer dankbar, dass es endlich wieder weiter geht. Es ist Flexibilität gefragt“, so Susanne Werbinsky abschließend.

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Übrigens: Die Abteilung Gesundheitssport in Holzwickede besteht inzwischen seit 27 Jahren, wurde seinerzeit von Thomas Hauschke, Uli Gebhard und dem leider viel zu früh verstorbenen Rolf Scholz gegründet.

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