Coronavirus: Fußball-Stiftung hilft betroffenen Ehrenamtlichen im Kreis Unna

Fußball

Das Coronavirus trifft in diesen Tagen auch den Fußball hart. Die Sepp-Herberger-Stiftung stellt deshalb eigens eine Sofortmaßnahme zur Verfügung - für in Not geratene Ehrenamtliche.

Kreis Unna

, 27.03.2020, 10:41 Uhr / Lesedauer: 2 min
Jannathan Tah

Jannathan Tah © FLVW

Die DFB-Stiftung Sepp Herberger startet mit Unterstützung von Bayer Leverkusens Nationalspieler Jonathan Tah ein Hilfsprogramm für Mitglieder der Fußballfamilie, die durch die Corona-Pandemie unverschuldet in Not oder wirtschaftliche Bedrängnis geraten sind. Die älteste deutsche Fußballstiftung stellt im Rahmen einer ersten Sofort-Maßnahme 100.000 Euro zur Verfügung - auch im Kreis Unna. Jonathan Tah ist Mitinitiator des Nothilfefonds und beteiligt sich als erster privater Spender an dem Programm.

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„Mit dem DFB-Sozialwerk helfen wir bereits seit Jahrzehnten bei individuellen Schicksalsschlägen“, erklärt DFB-Vizepräsident Dirk Janotta, der Vorsitzende der 1977 errichteten DFB-Stiftung. „Diese Tage fordern uns als Gemeinschaft heraus. Wir müssen und werden zusammenstehen und diese besonderen Herausforderungen gemeinsam meistern“, so Janotta weiter. Der frühere Bundestrainer Sepp Herberger und seine Frau Eva hatten ihr Privatvermögen der Stiftung vermacht und verfügt, dass damit über das der Stiftung angeschlossene DFB-Sozialwerk in Not geratene Mitglieder der Fußballfamilie unterstützt werden sollen. Auf diesem jahrzehntealten Solidaritätsgedanken fußt nun der Corona-Nothilfefonds.

„Manchmal sind es schon die kleinen Gesten, die Großes bewirken.“
Jonathan Tah, Nationalspieler

„Unsere Gesellschaft kann nur funktionieren, wenn wir füreinander da sind. Es geht dabei viel weniger um die Größe oder die Menge, die ein jeder von uns tun oder geben kann, manchmal sind es schon die kleinen Gesten, die Großes bewirken“, sagt Jonathan Tah. „Die Solidarität untereinander ist zurzeit vielleicht das Wichtigste, was wir brauchen und was jeder Einzelne zeigen kann. Daher sollte jeder das tun, was in seiner Macht steht, um eine Verbesserung der Situation zu bewirken. Ich hoffe sehr, dass ich mit meiner Unterstützung des Corona-Nothilfefonds einen Beitrag zur Verbesserung der Situation leisten kann.“

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Antragsberechtigt sind Menschen, die sich haupt- oder ehrenamtlich in den DFB-Mitgliedsverbänden, deren Untergliederungen (zum Beispiel Schiedsrichtervereinigungen) und den bundesdeutschen Fußballvereinen engagieren. Förderanträge können ab sofort bei der Stiftung gestellt werden. Wichtig ist der Nachweis über die individuellen Auswirkungen der Corona-Pandemie auf den jeweiligen Antragsteller. Die Anträge können formfrei per E-Mail an corona-hilfe@sepp-herberger.de gesendet werden. Jeder Antrag wird im Einzelverfahren geprüft. Ein Anspruch auf die Gewährung von Stiftungsmitteln besteht nicht.

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