Bobpilotin Laura Nolte wittert ihre WM-Chance in einer neuen Disziplin (Video)

dzBobsport

Sie ist Deutsche Meisterin im Zweierbob und fährt im Weltcup. Laura Nolte aus Unna wittert nun aber ihre WM-Chance in einer neuen Disziplin - die aber grade für sie keine Unbekannte ist.

Unna

, 21.07.2020, 18:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Saison hat für die deutschen Bobsportler noch nicht begonnen. In der Corona-Phase hielt sich bislang jeder für sich fit, besuchte Fitness-Studios oder war mit Waldläufen beschäftigt. Erst nach und nach wird wieder im Team gearbeitet. Die Mannschaft vom Bobteam Laura Nolte hat sich bekanntlich auch erweitert. Doch für die aus Unna stammende Athletin geht´s künftig nicht nur im Mannschaftssport um Medaillen.

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Noch allzu gerne erinnert sie sich an die Anfänge Ihrer Karriere. Vor vier Jahren krönte sie ihre talentierten Fahrkünste mit dem Titel der Jugend-Olympiasiegerin in Lillehammer. Damals war Nolte im Monobob unterwegs und holte in Norwegen olympisches Gold. Der erste große Titel. Und dem können schon bald weitere folgen, denn der Monobob wird in den Weltcup-Zirkus aufgenommen.

„Ich hätte mich über die Einführung des Viererbobs bei den Frauen mehr gefreut.“
Laura Nolte, Bobpilotin

Und wenngleich die Unnaerin in dem Einer-Schlitten einen großen Erfolg eingefahren hat, so steht sie der Einführung der neuen Disziplin doch eher skeptisch gegenüber: „Ich denke, dass Bobfahren ein Teamsport ist. Ich hätte mich über die Einführung des Viererbobs bei den Frauen mehr gefreut, als über den Monobob, zumal ich ja schon eine Mannschaft zusamen habe.“

Sie sieht indes auch die Chancen für alle Pilotinnen gleich. „Der Monobob war damals für den Einstieg optimal. Im Oktober wird es allerdings neue Schlitten geben, die den alten nicht mehr entsprechen. Einen Vorteil habe ich ganz bestimmt nicht, keiner weiß, wie die fahren“, sagt die Studentin der Wirtschafts-Psychologie. „Alle beginnen bei Null.“

„Irgendwie sind das dann zwei halbe Wettbewerbe.“
Laura Nolte, Bobpilotin

Mit der Einführung des Monobobs sieht die Unnaerin auch noch einige Probleme auf die Sportlerinnen zukommen. „So ein Schlitten wiegt 150 Kilogramm, wer trägt den mit mir auf die Bahn?“, fragt sie sich. Überhaupt sei einiges verwirrend: „So wie es aussieht, muss eine Pilotin ihre Trainingsfahrten im Eiskanal nun auf Zweierbob und Monobob aufteilen. Es gibt keine zusätzlichen Zeiten für das Training. Irgendwie sind das dann zwei halbe Wettbewerbe.“

Nolte peilt auch im Monobob das bestmögliche Abschneiden an

Den neuen Wettbewerb will sie aber auch nicht verteufeln: „Mit dem Monobob gibt es halt eine Medaillenchance bei der Weltmeisterschaft mehr. Die will jeder nutzen und ich werden auch hier ein bestmögliches Abschneiden anpeilen.“

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