Mit einer bärenstarken Leistung hat Unnas Bob-Pilotin Laura Nolte in Winterberg gleich bei ihrem ersten Weltcup-Einsatz eine bemerkenswerte Duftmarke gesetzt.

von Dirk Berkemeyer

Unna

, 05.01.2020, 12:44 Uhr / Lesedauer: 2 min

Auf ihrer Heimbahn raste die 21-Jährige mit ihrer Anschieberin Deborah Levi am Samstag in einer Gesamtzeit von 1:55,59 Minuten auf einen sensationellen dritten Rang.

„Damit hätte ich nie gerechnet, das war wirklich ein supertolles Erlebnis. Das ich direkt aufs Podium fahre, ist einfach sensationell“, sprudelte es nach dem Rennen nur so aus der jungen Unnaerin heraus. „Ich habe nie mit einer speziellen Platzierung kalkuliert, sondern wollte möglichst unter die besten Sechs fahren. Das war mein heimliches Ziel.“

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Mit dem dritten Rang wurde diese Zielsetzung deutlich pulverisiert. Am Ende fehlten der jungen Deutschen lediglich 13 Hundertstel Sekunden auf die Siegerin Stephanie Schneider und ihre Anschieberin Kira Lipperheide (1:55,46 Minuten). Den zweiten Rang sicherte sich dank einer Laufbestzeit im zweiten Durchgang die Olympiasiegerin Mariama Jamanka mit ihrer Anschieberin Annika Drazek (1:55,50).

„Als wir dann im Bob saßen hat aber alles bestens geklappt.“
Laura Nolte

Nach dem ersten Durchgang hatte den zweiten Rang noch Nolte belegt. Mit einer Startzeit von 5,53 Sekunden sorgte die Sportlerin vom BSC Winterberg gleich zum Auftakt für Furore, denn schneller war oben im Starthaus nur Jamanka, die aber im Eiskanal nicht mit der engagierten Fahrt von Nolte mithalten konnte. Auch nicht die US-Amerikanerinnen Kaillie Humphries und Lauren Gibbs, die als Weltcup-Führende nach Nordrhein-Westfalen gekommen waren.

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„Ich war vor dem Start extrem nervös, das hat auch meine Anschieberin gemerkt und mich entsprechend immer wieder beruhigt“, erklärt Nolte. „Als wir dann im Bob saßen hat aber alles bestens geklappt.“ Auch ein Trainingssturz unter der Woche konnte die junge Pilotin dabei nicht mehr aus der Ruhe bringen.

„Mit dem dritten Rang habe ich das deutsche Podium komplett gemacht. Einfach grandios!“
Laura Nolte

Im zweiten Durchgang musste Nolte dann aber doch im Schneeregen von Winterberg noch Jamanka passieren lassen, die mit einer Zeit von 57,97 Sekunden ihre ganze Klasse ausspielte und noch vorbeiziehen konnte. „Mit dem dritten Rang habe ich das deutsche Podium komplett gemacht. Einfach grandios“, war Nolte mehr als zufrieden.

Schon in der kommenden Woche geht es für Nolte im Weltcup weiter, dann steht am Samstagvormittag ein Rennen auf der extrem schweren Bahn im französischen La Plagne auf dem Programm.

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