Das ist ihm noch nicht vorgekommen. Julian Siepmann, Schiedsrichter des BSV Heeren, sah sich jetzt in einem Bezirksliga-Spiel übelsten Beleidigungen ausgesetzt - sogar von einem Trainer.

Kreis Unna

, 05.11.2019, 18:00 Uhr / Lesedauer: 1 min

Der Respekt gegenüber dem Schiedsrichter geht in den Amateurligen immer mehr verloren. Das musste jetzt auch Julian Siepmann vom BSV Heeren am eigenen Leib feststellen, als er in der Bezirksliga-Partie des VfL Kemminghausen gegen den TuS Hannibal aufs Übelste beleidigt wurde - von einem Trainer. Dabei sollten doch gerade die Übungsleiter und schon recht erst in dieser Liga eine Vorbildfunktion am Spielfeldrand übernehmen.

Siepmann hatte den Gästetrainer - laut Spielbericht ist das Hamza Berro - nach mehrfacher lautstarker Kritik an der Spielleitung zunächst verwarnt. In der 68. Minute folgte dann nach weiterer lautstarker Kritik am Schiedsrichter die Gelb-Rote Karte und der Innenraumverweis für den Coach.

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Dem Bericht Siepmanns an den hiesigen Kreis-Schiedsrichter-Obmann Torsten Perschke ist dann zu entnehmen: „Beim Verlassen des Innenraums rief er (Anmerk. Red.: der Trainer) in meine Richtung: Und ihr wundert euch, dass ihr Wochenende für Wochenende auf die Fresse bekommt.“ Später (80.) musste Siepmann noch den Hannibal-Spieler Patrick Kramer verwarnen, der auf der Bank sitzend in einer Spielunterbrechung gemeint habe: „Wo sind deine..., Du Lutscher.“ So ist es dem Bericht zu entnehmen. Nebenstehende Zuschauer des Gastes bezeichneten den Heerener Schiedsrichter im weiteren Verlauf als „AFD-Wähler“.

Dem unparteiischen Julian Siepmann indes ist das noch nicht vorgekommen. „Ich bin seit zwölf Jahren Schiedsrichter und habe gewiss schon den ein oder anderen Spruch von Trainern gehört. So etwas allerdings noch nicht“, meint er erstaunt. „Das beeinflusst mich aber nicht, ich lasse mir deshalb ganz bestimmt nicht den Spaß am Fußball nehmen und gehe weiter meinem Hobby als Schiedsrichter nach.“ Zu den konkreten Geschehnissen wollte sich Siepmann nicht äußern, da es sich um ein schwebendes Verfahren handelt.

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Die Vorfälle wurden umgehend an den Dortmunder Staffelleiter Lothar König gemeldet, der alles vermutlich an das Sportgericht weiterleiten wird.

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