Das ist aber mehr als nur ein Testspiel: Gut 50 Fans begleiteten am Wochenende den CSV Bochum-Linden nach Mühlhausen - und das hat seinen Grund.

von Werner Hahn

Mühlhausen

, 04.02.2020, 18:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Es ist schon ein Weilchen her, dass sich der SSV Mühlhausen und der CSV Bochum-Linden in der Fußball-Meisterschaft in einer Liga duellierten. Umso erstaunlicher ist, dass sich aus dieser Zeit eine richtige Fan-Freundschaft entwickelt hat, die auch den Abstieg beider Teams in allerdings unterschiedlichen Bezirksligen überdauert hat. Während die Elf aus dem Bochumer Süden derzeit in der Bezirksliga (10) zu Hause ist, spielt der SSV bekanntlich in der Staffel (8).

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Und dass diese Fan-Freundschaft nicht nur eine leere Worthülse ist, das wurde am vergangenen Samstag wieder einmal deutlich, als der CSV zu einem Testspiel mit seiner ersten Mannschaft an den Mühlbach reiste. Nicht nur das Fußballteam - nein, auch rund 50 Fans der Lindener hatten sich mit dem Bus Richtung Unna begeben. Und die Anwesenheit der Gäste beschränkte sich keinesfalls auf die Partie der beiden alten Kontrahenten. Jedenfalls durfte sich das Vereinsheim „49er“ vor, während und nach dem Spiel über regen Besuch freuen.

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„Zu Landesliga-Zeiten haben wir hier nach Mühlhausen und nach Hilbeck immer einen Bus eingesetzt, weil das die Spielorte mir der größten Entfernung waren“, schildert Lindens Kassierer Dirk Heiderich den Grund, wie diese Verbindung zustande gekommen ist. „Hier sind wir besonders gut aufgenommen worden. Daraus ist eine echte Freundschaft entstanden. Wir treffen uns inzwischen zwei Mal im Jahr, einmal hier und einmal bei uns, das hat schon so etwas wie Tradition“, erklärt der Lindener Funktionär.

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Ins gleiche Horn bläst Ralf Mäkler vom SSV Mühlhausen-Uelzen:. „Eigentlich ist diese Freundschaft vor fünf Jahren per Zufall entstanden. Wir treffen uns inzwischen zwei Mal im Jahr. Im Winter bei uns, weil wir den Kunstrasenplatz haben, im Sommer fahren wir nach Bochum - das jeweils bei gegenseitiger Bewirtung. Ich habe zu Lothar Osthoff von CSV Linden einen guten Kontakt, die Verbindung ist sehr gut. Es ist nur schade, dass wir nicht mehr zusammen in der Landesliga spielen, aber der Freundschaft beider Vereine hat das keinen Abbruch getan“, sagt der Sportliche Leiter des Clubs vom Osterfeld. Übrigens: Auch Bernd Cirkel, Vorsitzender des CSV Linden, hatte es sich nicht nehmen lassen, Samstag am Mühlbach anwesend zu sein.

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