Bei den Amateurfußballern könnte eine Aufstiegs- und Meisterrunde möglich sein

dzFußball

Wann die Amateurfußballer in die Saison 20/21 starten können, ist weiterhin völlig offen. Zögert sich der Start weiter hinaus, könnte ein Modell der Handballer die Lösung sein.

Kreis Unna

, 19.06.2020, 18:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Amateurfußballer stecken in der Warteschleife. Die Lockerungen der Corona-Schutzverordnung erlaubten zwar ein etwas intensiveres Training, an Testspiele ist aber derzeit noch nicht zu denken. Schmerzhaft für viele Vereine auch: Selbst Traditionsturniere, wie etwa der Hecker-Cup des ASC Dortmund, bei dem stets der heimische Oberligist Holzwickeder SC kurz vor dem Saisonstart seine Form überprüfte, finden nicht wie geplant statt. Seit Anfang März sind die Kicker nun schon ohne Spielpraxis.

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Das Schlimme: Keiner weiß so genau, wann der Spielbetrieb wieder los geht. Manfred Schnieders, Vizepräsident des FLVW und damit zuständig für den Amateurfußball, geht davon aus, dass mindestens bis zum 31. August gewartet werden muss. In der Woche einigten sich jedoch die Länder zusammen mit der Bundesregierung darauf, dass Großveranstaltungen bis zum 31. Oktober verboten bleiben. Wie genau eine Großveranstaltung definiert ist, steht indes nicht fest. Die Rückverfolgbarkeit spielt eine wesentliche Rolle. Ist die bei der Freigabe des Meisterschaftsspielbetriebs zu garantieren?

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Es gibt also noch reichlich offene Fragen. Wie geht es nun aber weiter? Die Saison 2019/2020 im Amateurfußball ist Geschichte. Auf dem Verbandstag des Fußball und Leichtathletikverbandes Westfalen (FLVW) haben die stimmberechtigten Delegierten dem Saisonabbruch und der Aufstiegsempfehlung zugestimmt. Bis gestern hatten die Vereine Zeit, Einspruch gegen die Entscheidung einzulegen. Am 26. Juni veröffentlicht der Verbands-Fußball-Ausschuss (VFA) die Termine, bis wann die Vereine einen Aufstiegsverzicht erklären und bis wann Vereine ihre Mannschaften noch zurückziehen können. Sollten durch Mannschaftsrückzüge die Sollstärken in den jeweiligen Ligen unterschritten werden, steigen dadurch weitere Mannschaften auf.

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Schwierig dürfte sich die Staffeleinteilung gestalten, denn die ist zwingend abhängig davon, wann der Spieltrieb wieder aufgenommen werden kann. Der VFA nimmt zunächst eine Bestandsaufnahme der Mannschaftsstärken der jeweiligen Spielklassen vor. Rückt der Saisonstart noch weiter ans Jahresende, gibt der verbliebene Zeitrahmen vor, mit welcher Staffelstärke und welchem Modus die Saison 20/21 zu Ende gespielt werden kann.

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Bei den Handballern, bei denen es eine ähnliche Konstellation gibt, wurde ein Modell geschaffen, bei dem es deutlich mehr Ligen mit weniger Mannschaften und am Ende eine Meister- und eine Abstiegsrunde geben könnte. Wäre das auch eine Lösung für die Kicker? Entschieden ist aber auch bei den Handballern noch nichts. Die Ungewissheit bleibt also.

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