Auswechseln: Städte im Kreis Unna fahren keine einheitliche Linie

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In Kamen und Fröndenberg ist die Anzahl der Auswechslungen bei Testspielen der Amateurkicker begrenzt. In Unna und Bergkamen wird das anders gesehen.

Kreis Unna

, 24.07.2020, 18:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Amateurkicker sind in die Vorbereitung gestartet und überprüfen ihre Form in Testspielen. Das Bestreben der Trainer ist es natürlich, möglichst vielen Spielern Einsatzzeiten zu geben um Rückschlüsse für die finale Kaderplanung sammeln zu können. Überall ist dies indes nicht möglich, denn die geltende Coronaschutzverordnung wird unterschiedlich interpretiert.

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Der Fußball- und Leichtathletikverband (FLVW) hatte durch seinen Vize-Präsidenten Manfred Schnieders erklären lassen, dass die Mannschaften bei den laufenden Testspielen beliebig viele Spielerinnen oder Spieler einsetzen können. Die seit dem 15. Juli geltende neue Coronaschutzverordnung, wonach eine Höchstzahl von 30 Personen die im Freien Kontaktsport ausüben darf, würde dadurch nicht verletzt.

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Das sehen die Städte Kamen und Fröndenberg allerdings anders. „Nach Rücksprache mit der dafür zuständigen Ordnungsbehörde gilt bei uns bis auf Weiteres die Regel, dass sich auf dem Platz maximal 30 Personen befinden dürfen. Vorsicht ist das Gebot der Stunde und an das halten wir uns auch“, sagt Stefan Betzinger, Fachbereichsleiter der Stadt Fröndenberg.

Diese Meinung vertritt auch die Stadt Kamen und hat ihre Vereine schon aufgefordert, sich daran zu halten. „Als zuständige Ordnungsbehörde bitten wir deswegen um Einhaltung des eingereichten Konzepts für Freundschaftsspiele mit bis zu 30 aktiven Sportlern“, heißt es in der Mitteilung.

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Anders die Situation in Bergkamen und Unna. Dort gilt der vom DFB am 17. Juli herausgegebene „Leitfaden für den Trainings- und Spielbetrieb“, der natürlich auch auf der Coronaschutzverordnung basiert. Darin heißt es, dass die Sportstätte in drei Zonen eingeteilt wird. Die Zone 1 beinhaltet „Innenraum und Spielfeld“, die Zone 2 den „Umkleidebereich“ und die Zone 3 schließlich den „Publikumsbereich“.

Dirk Bläsing bittet darum, dass auch die Ersatzspieler den nötigen Abstand halten.

Dirk Bläsing bittet darum, dass auch die Ersatzspieler den nötigen Abstand halten. © Borys Sarad

In der Zone 1, und um die geht es ja bei einem Testspiel, dürfen sich auch nur 30 Personen befinden. „Dazu zählen die jeweils elf aktiven Spieler, Schiedsrichter, Linienrichter, Trainer und Physio. Die Auswechselspieler gehören aus unserer Sicht nicht dazu. Die können sich im Zuschauerbereich aufhalten und im Falle einer Einwechslung, ihren Platz mit dem Spieler tauschen, der vom Feld muss. Wir machen den Vereinen daher keine Vorgaben, wie viele Spieler sie wechseln dürfen“, sagt Dirk Bläsing, der in Bergkamen Sportamtsleiter Heiko Rahn (Urlaub) vertritt.

Genauso handelt die Stadt Unna. „Nach Rücksprache mit dem Ordnungsamt legen auch wir den Leitfaden des DFB zugrunde. Das haben wir den Vereinen auch so mitgeteilt“, so Ann-Christin Schumacher vom SportService Unna.

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„Wichtig ist natürlich, dass alle, die nicht am aktiven Geschehen beteiligt sind, also auch die Ersatzspieler, die Abstandsregel einhalten. Ich kenne keinen Fußballplatz im Kreis, auf dem das nicht möglich ist“, sagt Dirk Bläsing.

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