Auf den Holzwickeder SC warten nun sieben „Endspiele“

dzFußball

Abstand zum ersten Abstiegsrang beträgt für den Oberligisten gerade ein Punkt. Nun folgt auch noch das schwere Heimspiel gegen Aufsteiger FC Schalke 04.

von Werner Hahn

Holzwickede

, 23.04.2019 / Lesedauer: 3 min

„Der Tanz auf der Rasierklinge“ geht für den HSC auch nach dem 29. Spieltag weiter. Nur einen Zähler trennt das Team von Trainer Axel Schmeing von einem Abstiegsplatz. Dabei wäre Sonntag in Paderborn durchaus mehr drin gewesen.

Sicherlich hätten die Domstädter dank ihrer für Oberliga-Verhältnisse guten Offensive auch noch höher als 4:2 gewinnen können, andererseits wirkte die Abwehr der Platzherren nicht gerade sattelfest: „Die Paderborner hätten auch acht Tore schießen können, wir aber auch sechs. Wir haben die Außen nie in den Griff gekriegt, die uns eiskalt die Grenzen aufzeigten“, traf der von der Leistung seines Teams sehr enttäuschte HSC-Trainer Axel Schmeing nach Spielschluss den Nagel auf den Kopf.

In der Tat: Dass die Abwehrschwächen der Ostwestfalen kein Zufallsprodukt sind, wird auch durch deren Torverhältnis deutlich: Mit 62 Treffern haben die Kniat-Schützlinge nach Schalke zwar am meisten ins Schwarze getroffen, anderseits nach Rheine mit schon 56 Gegentore die diesbezüglich zweitschlechteste Bilanz aufzuweisen. Mit anderen Worten: Dass Nachwuchsteam des ambitionierten Zweitligisten lebt von seiner Offensive: „Wir haben ganz einfache Gegentore kassiert, dennoch war es für uns kein Nachteil, dass wir nach dem Platzverweis von Sergio Gucciardo lange in Unterzahl spielen mussten, weil wir nun mehr Spielraum bekamen“, sagte SCP-Trainer Michel Kniat nach der Partie. Natürlich kam den Paderbornern zu Gute, dass sie gleich sechs Akteure in der Startelf aufbieten konnten, die zum Kader ihres Zweitligateams gehören, damit wohl auch den Ausfall von Gucciardo locker kompensieren konnten. Dennoch: Das Tor zum 1:1-Ausgleich zum Beispiel, kurz vor dem Seitenwechsel, darf einfach dem HSC nicht passieren. In Überzahl den Ball zu verlieren ist eine Sache. Sich dabei allerdings im Gegenzug so auskontern zu lassen, das war völlig überflüssig. Auch die Tatsache, dass Paderborner unmittelbar nach dem 1:1 ihren Top-Torjäger Sergio Gucciardo per Roter Karte verloren, muss aus HSC-Sicht zu denken geben.

Wie dem auch sei: Auf die Mannen von Axel Schmeing warten einschließlich der beiden Nachholbegegnungen gegen Gievenbeck und Gütersloh insgesamt noch sieben „Endspiele“. Den Anfang macht Sonntag die Partie gegen den bereits als Aufsteiger feststehend Nachwuchs des FC Schalke 04. Dann stehen zumindest Dominik Hanemann und Nils Hoppe wieder zur Verfügung. Ob der verletzte Abwehrchef Joshua Heinrichs auflaufen kann, erscheint derzeit fraglich. „Wenn Joshua ausfällt, wäre das eine Katastrophe für uns“, so Schmeing.

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