Die aktuellen Temperaturen belasten Mensch und Tier gleichermaßen. Reiterin Elena Böckmann weiß, was in diesen Tagen für das Pferd gut ist.

Fröndenberg

, 26.07.2019, 15:12 Uhr / Lesedauer: 2 min

Für Elena Böckmann, Reiterin des RV „Fritz Sümmermann“ Fröndenberg lief es am Freitag zum Turnierauftakt in Nordbögge am Schmerhöfeler Weg richtig gut. Mit „Velvet Moon“ holte sie am Morgen im L-Springen den Sieg und platzierte sich im A**-Springen auf Platz drei. Zudem ging sie noch mit Nerah an den Start, platzierte sich aber nicht.

Unsere Sportredaktion sprach mit der 21-jährigen Pferdewirtin über den Pferdesport bei diesen Extrem-Temperaturen.

? Die Pferde leiden doch auch unter diesen Temperaturen. Wie macht sich das bemerkbar?

Ein Pferd hat schon von sich aus den Drang, zu galoppieren und in Schwung zu kommen. Es hat Kondition und Ausdauer, da muss man das Tier nicht antreiben. Es läuft. Bei diesen Temperaturen aber merkt ein Reiter gleich, wenn die die Leistung nachlässt. Die Hitze setzt dem Tier zu.

„Auch die Pferde wollen ganz schnell in den Schatten!“

Elena Böckmann © Thorsten Teimann

? Also auch das Pferd benötigt dringend Abkühlung!?

Ja, ich kühle meine Pferde mit Wasser und Schwamm ab. Dazu werden die Beine gekühlt. Nicht jedes Pferd hat das gerne, aber die meisten. Bei diesen Temperaturen sehe ich zudem auch immer zu, dass ich unsere Pferde bis spätestens 10 Uhr vormittags bewegt habe. Die wollen dann von selbst ganz schnell in den Schatten. Das heißt für mich dann aber auch, dass der Tag morgens um 6 Uhr beginnt.

? Bei Ihnen dreht sich vieles um das Pferd. Wie ist das zeitlich zu schaffen?

Gut, ich habe eine Ausbildung als Pferdewirtin gemacht und studiere gerade Agrarwirtschaft in Soest. Das passt zum einen beides zusammen und dabei kann ich vieles miteinander vereinbaren. Ich muss aber auch sagen, dass meine Mutter Ulrike und mein Vater Frank ebenfalls viel Arbeit übernehmen. Wir haben bei uns in Siddinghausen neun Pferde und ich reite zudem noch Pferde bei uns im Verein, dem RV „Fritz Sümmermann“ Fröndenberg.

? Und so wie sich das anhört, werden Sie dann später ein mal einen Reiterhof führen - der Traum eines jeden jungen Mädchens, oder?

Nein, so ist es nicht. Da ich schon einen Bandscheibenvorfall hatte, sehe ich mich eher im organisatorischen Bereich rund ums Pferd. Ich reite gerne, aber ich mache es dosiert. Und das Thema Pferd sollte mich möglichst auch später einmal beruflich begleiten. Das wäre schon schön.

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