612 Aktive folgten am Samstag der Einladung der Leichtathletikabteilung des SuS Oberaden und nahmen an der 34. Austragung der Barbara-Runde teil.

von Michael Friehs, André Wagner

Bergkamen

, 11.11.2018, 15:37 Uhr / Lesedauer: 3 min

Die Barbara-Runde des SuS Oberaden ist mittlerweile fester Bestandteil im Terminkalender vieler laufbegeisterter Sportler in der näheren und ferneren Umgebung des kleinen Bergkamener Stadtteils. Am Samstag wurde diese Veranstaltung nun schon zum 34. Mal ausgetragen.

„Barbara-Wetter“ war für den Veranstaltungstag vorhergesagt und so mischten sich nassgraue Abschnitte mit leichten Auflockerungen bei jedoch frühlingshaften Temperaturen. 10 Kinder im Vorschulalter standen um 13:15 Uhr an der Startline des Bambini-Laufs und gingen mit großem sportlichem Eifer und der Unterstützung ihrer Eltern auf die 340m lange Runde im Stadion. Süße Preise und der Applaus vieler Zuschauer wartete auf die jungen Sportler im Zielbereich.

Start mit Bambini-Läufen

Das inzwischen gefüllte Stadion wartete nun auf die anstehenden Schülerläufe über 740m und 1250m. Während die 6- bis 9-Jährigen in zwei Läufen ihren Wettlauf innerhalb des Stadions austrugen, starteten die Schüler und Schülerinnen ab 10 Jahre mit einer Runde durch den angrenzenden Römerbergwald. Viele talentierte Nachwuchsläufer zeigten dann bis zum Zieleinlauf ihr Können und wurden dafür mit einer Medaille und den Glückwünschen der Angehörigen belohnt.

Erwartetes Brüderduell

Pünktlich um 14:30 Uhr starteten die Teilnehmer über 5km. Aufgrund der Teilnehmerzahlen und der daraus resultierenden Sicherheitsbedenken wurde der gemeinsame Start des 5- und 10km-Laufes kurzfristig verworfen und mit einem fünfminütigen Versatz gestartet. Das vereinbarte Ziel mit der Stadt Bergkamen, die gesperrte Jahnstraße möglichst schnell für den Verkehr wieder freizugeben, wurde so dennoch erreicht. Schon die erste Stadion-Runde zeigte klar, wer die Favoriten über diese Strecke seien werden. Tim und Jan Holtbrügge von den Lauffreunden Lüchtringen 1983 nahmen schon auf den ersten Metern die Titelverteidigung ins Visier. Im Gegensatz zum Vorjahr konnte sich dieses Mal Tim Holtbrügge absetzen und unterbot sogar die letztjährige Siegerzeit seines Bruders mit 17:20 Min. um eine Sekunde. Der SuS Oberaden freute sich über die Ergebnisse und Platzierungen der Nachwuchstalente Finlay Prothmann und Jagoda Wolanin (beide U14), die sich mit tollen Zeiten (20:15 Min., 21:44 Min.) auf Rang 5 und 13 des Gesamtlaufes platzieren konnten und ihre Altersklasse gewannen.

86 Helfer im Einsatz

Um 14:35 Uhr fiel dann der Startschuss für die neu vermessene Strecke der Barbara-Runde über 10 km. Die Vorjahressieger waren dieses Jahr nicht gemeldet und so entstand eine Chance für neue Gesichter, sich den ersten Streckenrekord bei der Barbara-Runde 2018 zu sichern. Diese nutzte Vorjahresvierter Ludger Schröer (M45) von der LG Deiringsen, der nach 00:35:44 Std. die Zielgerade beendete und seine Zeit aus dem Vorjahr um 44 Sekunden unterbot. Gert Fischer (M40) vom SuS Oberaden vertrat seinen Verein mit dem hervorragenden 4. Platz und einer Zielzeit von 00:37:40 Stunden.

86 Helfer, darunter allein 59 Streckenposten, unterstützten die Abteilung bei der Durchführung. Das DRK sorgte für das Wohlergehen der Athleten nach dem Lauf.

FOTOSTRECKE
Bildergalerie

Barbara-Runde

Bilder von der 34. Barbara-Runde des SuS Oberaden.
11.11.2018
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Sport Laufen Barbara-Runde
Schülerlauf
Foto: Wagner© awa
Sport Laufen Barbara-Runde
Bambinilauf
Foto: Wagner© awa
Sport Laufen Barbara-Runde
Bambinilauf
Foto: Wagner© awa
Sport Laufen Barbara-Runde
5km
Foto: Wagner© awa
Sport Laufen Barbara-Runde
Start 10km
Foto: Wagner© awa
Sport Laufen Barbara-Runde
Schülerlauf
Foto: Wagner© awa
Sport Laufen Barbara-Runde
LT Unna
Foto: Wagner© awa
Sport Laufen Barbara-Runde
5km
Foto: Wagner© awa
Sport Laufen Barbara-Runde
Schülerlauf
Foto: Wagner© awa
Sport Laufen Barbara-Runde
Schülerlauf
Foto: Wagner© awa
Sport Laufen Barbara-Runde
Bambinilauf
Foto: Wagner© awa
Sport Laufen Barbara-Runde
Schülerlauf
Foto: Wagner© awa
Sport Laufen Barbara-Runde
Sprecher Jochen Heringhaus
Foto: Wagner© awa
Sport Laufen Barbara-Runde
5km
Foto: Wagner© awa
Sport Laufen Barbara-Runde
5km
Foto: Wagner© awa
Sport Laufen Barbara-Runde
5km
Foto: Wagner© awa
Sport Laufen Barbara-Runde
10km, Gert Fischer (SuS Oberaden), 4. Platz
Foto: Wagner© awa
Sport Laufen Barbara-Runde
10km, Lukas Eckhoff (LT Unna) 5. Platz
Foto: Wagner© awa

„Lauf steht Jahr für Jahr auf der Kippe“

Seit einiger Zeit gibt es wegen der Barbara-Runde viele Diskussionen - allerdings nicht im sportlichen, sondern im organisatorischen Bereich. In diesem Jahr musste der Streckenverlauf der zehn Kilometer erstmals verändert werden, um zu viele Straßensperrungen und Behinderungen für die Anwohner zu vermeiden. Die Sportredaktion unserer Zeitung sprach mit André Arendsee, Cheforganisator beim SuS Oberaden, über die Problematik.

Wie wurde die Streckenänderung von den Aktiven aufgenommen?

Da gab es keine Probleme. Wir hatten gute 400 Voranmeldungen und am Ende mehr als 600 Teilnehmer.

Was ist anders an der neuen Streckenführung?

Auch die 34. Runde der Barbara-Runde wurde zu einem Erfolg

André Arendsee (Mitte) kommentierte am Samstag das Renngeschehen der Barbara-Runde. © awa

Die neue Strecke ist etwas flacher, wobei ganz eben in Bergkamen natürlich nicht geht. Aber das wissen die Sportlerinnen und Sportler. Die letzten drei Kilometer sind dann aber identisch. Und bei den fünf Kilometern ist alles gleich geblieben.

Ist die Entscheidung, dass die Barbara-Runde ab dem nächsten Jahr immer sonntags stattfindet, schon spruchreif?

Wir haben es jetzt mit großem Kampf geschafft, die Veranstaltung gut über die Bühne zu bringen. Die Genehmigungen zu erhalten, wird immer schwieriger. Die Stadt Bergkamen ist uns sehr entgegengekommen und dann springen auch noch befreundete Unternehmen ein. Wenn man vernünftig absperrt, kann die Barbara-Runde weiter am Samstag stattfinden. Das ist auch unser Ziel. Generell wird die Veranstaltung Jahr für Jahr immer auf der Kippe stehen.

Haben Sie Verständnis für Beschwerden der Anwohner?

Ich finde schon, dass man einmal im Jahr ein Auge zudrücken könnte. Wir informieren ja auch alle rechtzeitig. Und unser Verein setzt sich auch für die Kinder und Jugendliche in Oberaden ein. Aber ich würde mir auch den einen oder anderen Streifenwagen mehr wünschen. Dann wären viele Straßensperrungen gar nicht nötig.

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