TUSEM Essen zählt zu den deutschen Traditionsvereinen im Handball. Den ASV Hamm Westfalen dürfte das aber am Freitag vor dem Westderby nur wenig interessieren.

Kreis Unna

, 13.12.2018 / Lesedauer: 3 min

Nach einem starken Start in die Saison hat der TuSEM Essen wochenlang eine Spitzenposition in der 2. Handball-Bundesliga belegt. Auch jetzt steht die Mannschaft von Trainer Jaron Sievert als Tabellendritter noch immer sehr gut da, doch die zuletzt drei Niederlagen in Folge sorgten dafür, dass man beim TuSEM ausgerechnet vor dem Westderby am Freitagabend gegen den ASV Hamm-Westfalen von der „bisher schwierigsten Phase der Saison“ spricht.

Aber die jüngste Niederlageserie ändert nichts daran, dass die Essener am Freitag als Favorit in das Spiel gegen den ASV gehen. „Auch, wenn die Ergebnisse der letzten drei Spiele natürlich nicht unseren Vorstellungen entsprachen, glauben wir weiterhin an unsere Stärken. Diese werden uns wieder zum Erfolg führen. Zudem kann ich sagen, dass jeder Einzelne alles dafür investiert, damit wir als Team wieder erfolgreich sein werden, im besten Fall direkt am Freitag im Derby gegen Hamm-Westfalen“, stellte Kapitän Jonas Ellwanger klar. Fehlen wird Jaron Sievert neben dem Langzeitverletzten Lukas Ellwanger nur Torwart Julian Borchert, der sich im Training einen Fingerbruch zuzog und einige Wochen ausfallen wird.

ASV Hamm Westfalen geht ins stimmungsgeladene Derby bei TUSEM Essen

Lukas Blohme möchte am Freitag einige Tore zu einem möglichen Sieg beisteuern. © Henning Wegener

Damit ist die Personalsituation in Essen ähnlich gut wie beim ASV Hamm-Westfalen, der voraussichtlich im Westderby wieder auf die gesamte Belegschaft zählen darf. „Das wird ein schwieriges Spiel für uns gegen einen sehr heimstarken Gegner. Darüber täuschen auch die jüngsten Ergebnisse nicht hinweg“, rechnet ASV-Kapitän wie bei den Westderbys zuvor wieder mit einer sehr stimmungsvollen Kulisse. Aber auch die Westfalen dürfen sich auf lautstarke Unterstützung freuen, wie in den Vorjahren wird die Mannschaft durch einen Fanbus und zahllose privatangereiste Fans unterstützt. So wird auch der Gast alles daransetzen, vielleicht doch einen oder zwei Punkte mit auf den kurzen Heimweg nehmen zu können. „Natürlich werden wir eine sehr kompakte Deckung stellen und schnell umschalten müssen“, so der ASV-Trainer. Darüber hinaus sei es wichtig, die Zahl der Fehler im Vergleich zum Coburg-Spiel zu verringern. „Wenn uns das gelingt, dann sind wir auch in Essen nicht chancenlos“, so Rothenpieler.

ASV Hamm zu Weihnachten gegen den Hamburger SV

Während die Essener am Freitag ihr letztes Heimspiel des Jahres bestreiten, treten die Westfalen rund um Weihnachten noch zweimal in der heimischen Arena an. Am Freitag, 21. Dezember, ist um 19:15 Uhr der VfL Lübeck-Schwartau zu Gast, am zweiten Weihnachtsfeiertag folgt um 17 Uhr dann der Rückrundenauftakt gegen den Handball Sport Verein Hamburg. „Für beide Spiele haben wir bereits im Vorverkauf sehr viele Tickets abgesetzt. Bei beiden Spielen dürfen wir uns auf eine sehr gut besuchte Arena freuen“, stellte ASV-Geschäftsführer Franz Dressel klar. Karten wird es aber jeweils auch noch an der Abendkasse geben. Damit dürfte dann aber der bisherige Zuschauer-Saisonrekord von 2.055 Besuchern, aufgestellt zuletzt gegen Spitzenreiter HSC Coburg, noch überboten werden.

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