Einen schwer erkämpften 1:0-Erfolg landete Spitzenreiter TSC Kamen in Langschede. Somit hat das Team fünf Punkte Vorsprung gegenüber dem ersten Verfolger Kamener SC in die Winterpause.

von Ulrich Eckei

Kreis Unna

, 12.12.2018, 14:06 Uhr / Lesedauer: 3 min

Und das gab es seit vielen Jahren nicht: In der A (2) steht nicht eine Partie mehr aus, alle Vereine bringen es auf die geplanten 17 Partien. Die Winterpause kann komplett ab sofort genossen werden.

Es dauerte bis zur 84. Minute, ehe Kadir Göcer für den vielumjubelten Siegtreffer in Langschede sorgte. „Es war das erwartet schwere Spiel. Der Gegner hat die Räume sehr eng gemacht, sodass wir nicht unseren gewohnten Rhythmus an den Tag legen konnten. Wir sind glücklich, dass uns der Treffer noch gelungen ist. Nun werden wir einige Tage die Füße hochlegen, um uns dann ab Januar auf die Rückrunde vorzubereiten. Es ist noch ein weiter Weg bis zum Meistertitel“, weiß TSC-Trainer Tuncay Sönmez, dass noch schwierige Begegnungen auf sein Team zukommen werden.

„Meine Mannschaft hat das erneut gegen den TSC sehr gut gemacht. Leider mussten wir ab der 76. Minute in Unterzahl agieren, da Magnus Herter das Feld wegen einer Ampelkarte verlassen musste. Einen Punkt hätten wir verdient gehabt“, haderte Langschedes Übungsleiter Stefan Kortmann, der mit seinem Team aktuell auf dem 14. Tabellenplatz rangiert.

SV Frömern hält gut mit

Auch im Stadion an der Gutenbergstraße war die Partie lange recht ausgeglichen, ehe der Kamener SC in der Endphase dann doch noch einen klaren 4:1-Erfolg gegen den SV Frömern schaffte. „Unser Torhüter Lukas Ralf Knuth hat uns mit einigen Paraden vor dem 2:2 bewahrt. Als dann Nico Lenz zehn Minuten vor dem Abpfiff das Resultat auf 3:1 stellte, war der Drops dann endlich gelutscht“, freute sich KSV-Geschäftsführer Bernd Schimanski über den „Dreier“.

„Wir haben uns hervorragend aus der Affäre gezogen. Bei etwas mehr Glück hätten wir sogar ein Remis erreichen können. Die Niederlage ist auf jeden Fall um zwei Treffer zu hoch ausgefallen“, resümierte Frömerns Coach Adrian Ruzok.

Ein Einstand nach Maß

Einen Einstand nach Maß feierte Massens Neuzugang Lukas Klütz, denn bereits nach fünf Minuten markierte er gegen den TuS Hemmerde den Führungstreffer für seine Mannschaft. Als dann Rouven Spielfeld recht bald sogar auf 2:0 erhöhte, schien sich ein deutlicher Sieg anzubahnen. „Danach haben wir nicht souverän genug agiert, sodass wir doch noch in Schwierigkeiten geraten sind“, bemängelte Massens Coach Marco Köhler, der die Meisterschaftsambitionen noch nicht aufgegeben hat.

Für den TuS Hemmerde begann die Begegnung mit großen Schwierigkeiten. Lediglich elf Akteure hatten sich zum Treffpunkt eingefunden. Kurz vor dem Spielbeginn stellte Umut Cakir fest, dass er kein Trikot eingepackt hatte. Da kein Auswechselspieler zur Verfügung stand, wurde der verletzte Spieler Kevin Beck angerufen. Dieser brachte dann sein Trikot an die Sonnenschule, in das Cakir schlüpfte. Zu diesem Zeitpunkt waren aber schon fünfzehn Minuten absolviert, der TuS lag bereits mit 0:2 hinten. „Das waren schon sehr unglückliche Umstände“, stellte Hemmerdes Vorsitzender Dirk Berkemeyer fest. „Nach einer Viertelstunde waren wir das bessere Team und haben mit dem Anschlusstreffer durch Dennis Ambrosy Massen in arge Verlegenheit gebracht. Dann kam in der 60. Minute die Rote Karte gegen Cengiz Tahtalioglu und wir waren erneut in Unterzahl“, ärgerte sich Hemmerdes Trainer Georgios Kipreos. Gemäß § 28 Abs. 1 der Spielordnung des Wdfv müssen alle Spieler in den gleichen Trikots auflaufen, demzufolge konnte Cakir zu Beginn nicht spielen.

Heimrecht getauscht

Am Sonntagmorgen wurde die Platzanlage auf der Bausenhagener Alm wegen den schlechten Witterungsverhältnissen gesperrt. „Wir wollten einer Neuansetzung für den 16. Dezember aus dem Weg gehen. Aus diesem Grunde haben wir uns postwendend mit dem SV Frömern in Verbindung gesetzt, um die Partie gegen Cappenberg dort auszutragen. Unser Ziel war es, den Gegner mit einem Sieg tabellarisch zu überflügeln. Doch dann haben unsere Spieler einen erschreckenden Auftritt hingelegt und verdientermaßen mit 1:4 verloren“, war Bausenhagens Co-Trainer Ulli Neuhaus nach dem Schlusspfiff ziemlich angesäuert.

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17. Spieltag der Kreisliga A

Mit dem 17. Spieltag haben sich die Vereine der Kreisliga A in die Winterpause verabschiedet.
12.12.2018
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Jannis Fabian Kruck (SVL in Gelb) gegen Steven Schnura (li.) und Kadir Göcer (re. beide TSC in Rot)

. Foto: Neumann© Neumann
Aufmerksamer Beobachter der Partie, der ehem. Co-Trainer Thomas Kramer vom SSV Mühlhausen

Foto: Neumann© Neumann
Kopfballduell auf der Platzmitte zwischen Jannes Krupka (SVL in Gelb) und Engin Duman (TSC in Rot).

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Tobias Schorsch (SVL in Gelb) gegen Cagatay Kaya (li.), Emre Beniz (mi.) und Furkan Bahcekapili (re. alle TSC)

. Foto: Neumann© Neumann
Jannis Fabian Kruck (SVL in Gelb) gegen Steven Schnura (li.) und Kadir Göcer (re. beide TSC in Rot).

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Bodenzweikampf zwischen Jannis Fabian Kruck (SVL in Gelb) und Deniz Akyol (TSC in Rot).

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Sport Fußball Kreisliga A2
TuS Niederaden - SuS Oberaden.
Foto: Wagner© awa
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TuS Niederaden - SuS Oberaden.
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TuS Niederaden - SuS Oberaden.
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TuS Niederaden - SuS Oberaden, nach gehaltenem Elfer.
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Sport Fußball Kreisliga A1
FC TuRa - Hammer SC. Foto: Wagner© awa
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FC TuRa - Hammer SC.
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FC TuRa - Hammer SC.
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TuS Niederaden - SuS Oberaden
. Foto: Wagner© awa

Obwohl Mark Ellerkmann gleich drei Treffer erzielte, langte es für den VfL Kamen am Cappenberger See lediglich zu einem 3:3. „Wir mussten zwar viele Stammkräfte ersetzen, haben aber trotzdem eine starke Leistung gezeigt. Diese Partie hätten wir gewinnen müssen“, konstatierte VfL-Trainer Emre Aktas, der aufgrund der Personalnot mit Tobias Kühn einen Akteur aus der zweiten Mannschaft in die Innenverteidigung beförderte. „Er hat einen glänzenden Eindruck hinterlassen“, so nochmals Aktas.

„Eine tadellose Vorstellung“

Problemlos setzte sich SSV Mühlhausen II mit 6:1 gegen den Tabellenvorletzten PSV Bork durch. „Nach dem Auswärtssieg in Hemmerde hat meine Mannschaft insbesondere in den ersten 45 Minuten eine tadellose Vorstellung angeboten. Der Gegner war chancenlos und hätte sogar noch höher zurückliegen können“, freute sich SSV-Coach Peter Rentsch, der ein Sonderlob an den zweifachen Torschützen Pascalis Georgiadis aussprach.

Nach einigen sieglosen Wochen konnte der SuS Oberaden im Adener Derby beim TuS Niederaden endlich wieder ein Erfolgserlebnis feiern. Muhammed Karadag war der Matchwinner, denn er besorgte das Tor des Tages. „Es war nicht einfach auf dem kleinen Aschenplatz. Wir hatten die Partie allerdings stets im Griff und besaßen oftmals die Möglichkeit, weitere Treffer zu erzielen“, meinte Oberadens Trainer Birol Dereli.

Aber auch Niederadens Amel Mesic sah bei seinem Team viele Chancen: „Wir haben in gleich drei Szenen die Querlatte anvisiert. Wenn man unten steht, fehlt einfach das Quäntchen Glück. Trotzdem werden wir nicht aufgeben. Solange der Klassenerhalt rechnerisch noch möglich ist, werden wir weiter kämpfen.“

Statistik Kreisliga A (2)

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