Die Junioren, hier Martin Sinner von der SpVgg Vreden, sollen genauso wie die A-Junioren und B-Juniorinnen noch in diesem Jahr im Westfalenpokal spielen. Dabei wurde der Ligenbetrieb in diesen Altersklassen ausgesetzt. © Johannes Kratz
Juniorenfußball

Ligabetrieb ruht, doch im Westfalenpokal soll gespielt werden

Bereits Mitte November haben die meisten A- und B-Juniorenteams ihre letzten Meisterschaftsspiele bestritten. Der FLVW hat den Spielbetrieb ausgesetzt. Der Westfalenpokal soll aber laufen.

In der vergangenen Woche hat der Fußball- und Leichtathletikverband (FLVW) verkündet, dass er die Saison im Gegensatz zu anderen Landesverbänden vorerst nicht unterbrechen wird. Ausgenommen hat er dabei die A- und B-Junioren sowie B-Juniorinnen. Hier soll der Ball mindestens bis zum 31. Dezember ruhen. Allerdings nicht in allen Wettbewerben.

Der Westfalenpokal, an dem die Kreispokalsieger aller FLVW-Kreise teilnehmen dürfen, soll – Stand Dienstagnachmittag – wie geplant über die Bühne gehen. Die ersten Begegnungen sind bereits für das kommende Wochenende (4./5. Dezember) angesetzt, der Großteil soll dann eine Woche später folgen.

Wie das mit der Unterbrechung des Ligenbetriebes vereinbar ist, haben wir bei Jugend-Pokalspielleiter Stefan Korweslühr vom FLVW nachgefragt: „Wir haben diese Entscheidung vor gut zwei Wochen getroffen, weil es sich beim Westfalenpokal ja nicht um einen durchgängigen Wettbewerb handelt. Pro Verein ist ja in der Regel nur eine Mannschaft betroffen.“

Zur Erinnerung: Das Hauptargument des FLVW für die Saisonunterbrechung bei den genannten Juniorenklassen war, dass in diesen Jahrgängen einerseits die Impfquote noch nicht hoch genug sei und dass anderseits viele Spieler nicht mehr regelmäßig in der Schule getestet würden. Grundlage war die FLVW-Vorgabe, dass der Spielbetrieb nur unter der 2G-Regelung fortgeführt wird, also nur geimpfte oder genesene Spieler spielen und trainieren dürfen.

Getestete dürfen mitwirken

Der Landessportbund hat dem FLVW jedoch inzwischen widersprochen und durch seine Auslegung der Coronaschutzverordnung in NRW auf die Durchsetzung der 3G-Regelung im Amateursport gepocht. Seither dürfen also auch getestete Spieler wieder mitwirken.

Diese Regelung gilt auch für den Westfalenpokal der Junioren. „Wenn eine Mannschaft dann trotzdem nicht genügend Spieler zur Verfügung hat, kann sie sich ja mit Spielern aus einer zweiten Mannschaft oder aus einem jüngeren Jahrgang Verstärkung holen“, sagt Stefan Korweslühr. „Und wenn zwei Vereine sich gar nicht in der Lage sehen, am geplanten Termin zu spielen, kann ein Spiel zur Not auch im neuen Jahr nachgeholt werden.“

Diese Partien sind im Westfalenpokal angesetzt:

A-Junioren, 1. Runde (12. Dezember)

Westfalia Soest – FCE Rheine (5.12.)
TuS Sundern – TSG Sprockhövel
Wacker Obercastrop – TSC Eintracht Dortmund
JSG Stemweder Berg – RW Ahlen
Arminia Ibbenbüren – SV Kutenhausen-Todtenhausen
TuS Haltern am See – SV Heide Paderborn
FSV Werdohl – SSV Buer

B-Junioren, 1. Runde (12. Dezember)

Preußen Espelkamp – JSG Lütringhausen (11.12.)
FCE Rheine – SC Münster 08
RW Lüdenscheid – SV Kutenhausen-Todtenhausen
Westfalia Soest – FC Iserlohn
JSG Hiddesen/Heidenoldendorf – SSV Buer
SuS Cappel – VfL Thesen
SV Heide Paderborn – SV Rödinghausen
RW Ahlen – SC Verl

B-Juniorinnen, 1. Runde (5. Dezember)

SV Hohenlimburg – ASC Schöppingen
JSG Lichtenau/Sauertal – RW Ahlen
JSG Donop-Voßheide – SuS Scheidingen
SC Wiedenbrück – SC Drolshagen

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Sportredaktion Ahaus

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