Stadtentwicklung

Stadtwerke nehmen Stadtentwicklung Selm GmbH unter ihre Fittiche

Ein recht kurzes Kapitel der Geschichte der Selmer Stadtentwicklung ist beendet. Die Stadtentwicklung Selm GmbH und die Stadtwerke Selm GmbH verschmelzen. Um Risiken zu vermeiden, sagt die Stadt.
Bürgermeister Thomas Orlowski hat die Verschmelzung der Stadtentwicklung Selm GmbH mit der Stadtwerke Selm GmbH bekannt gegeben. Die Stadtentwicklung Selm GmbH hatte vor zwei Jahren das Grundstück für das Neubaugebiet „Wohnen am Auenpark“ an die Wilma GmbH verkauft.
Bürgermeister Thomas Orlowski hat die Verschmelzung der Stadtentwicklung Selm GmbH mit der Stadtwerke Selm GmbH bekannt gegeben. Die Stadtentwicklung Selm GmbH hatte vor zwei Jahren das Grundstück für das Neubaugebiet "Wohnen am Auenpark" an die Wilma GmbH verkauft. © Redaktion

Die Stadtentwicklung Selm GmbH (SES) wurde als 100-prozentige Tochtergesellschaft der Stadtwerke Selm GmbH (SWS) im Jahre 2015 gegründet, teilt die Stadt Selm mit. Dies sei damals auch mit der Absicht geschehen, Grundstücke zu kaufen und zu verkaufen beziehungsweise Flächen zu entwickeln oder Baumaßnahmen eigenständig als SES durchzuführen. „Die vergangenen Jahre haben uns jedoch gezeigt, dass die Entwicklung des Bausektors mit Blick auf die Preise, Unternehmensverfügbarkeit und Nachfrage viele Unbekannte beinhaltet, die insgesamt ein nicht zu vernachlässigendes wirtschaftliches Risiko darstellen“, erklärt Bürgermeister Thomas Orlowski.

Daher hatte der Rat in seiner Sitzung im Juni beschlossen, die Stadtentwicklung Selm GmbH mit der Stadtwerke Selm GmbH zu verschmelzen, heißt es in einer Pressemitteilung der Stadt Selm.

Am Dienstag hatten die Aufsichtsräte der SES und der Stadtwerke dazu in einer gemeinsamen Sitzung ihre Zustimmung gegeben, steht weiter dazu in der Pressemitteilung. Nach der notariellen Beurkundung am Mittwoch sowie der anschließenden Eintragung der Verschmelzung in das Handelsregister sei dieser Prozess abgeschlossen. „Somit können wir uns verwaltungsseitig auf die Kernaufgaben konzentrieren. Die Verschmelzung schafft des Weiteren Synergien im Bereich der Stadtwerke, die insbesondere auch wirtschaftliche Vorteile beinhalten“, so Orlowski.

Wohngebiet auch aus Kapazitätsgründen verkauft

Die SES war nicht häufig im Fokus der Öffentlichkeit. Was das Wohngebiet „Wohnen am Auenpark“ betrifft, spielte sie aber eine entscheidende Rolle. Ursprünglich war geplant gewesen, dass die SES GmbH das künftige Wohngebiet erschließt und anschließend auch vermarktet. 2020 hatte der Stadtrat aber entschieden, das Projekt an die Wilma weiterzuverkaufen. Gründe für diesen Schritt: „Zum einen lässt die personelle Situation von Stadt und Gesellschaft – bedingt durch die Vielzahl der aktuellen Bebauungsplanverfahren – die zeitnahe Umsetzung dieses Mammutprojektes nicht zu; zum anderen war vor zwei Jahren beim Kauf der Flächen nicht absehbar, dass es einen Interessenten für die Entwicklung der gesamten Fläche gibt.“ Das teilte damals die Stadt mit.

Die Wilma-Gruppe entrichtete damals an die Stadtentwicklungsgesellschaft den Kaufpreis, über den die Partner Stillschweigen vereinbart hatten. Der Kaufpreis errechnet sich unter anderem aus dem Wert der Grundstücke und den bisher verauslagten Kosten, die für die Teilerschließung entstanden sind. Die Kosten für die Vollerschließung wird die Wilma-Gruppe tragen. Sie bebaut das komplette Areal mit Einfamilienhäusern und Wohnungen (Geschosswohnungsbau), die im Einzelvertrieb an Interessenten verkauft werden.

In einer vorherigen Version haben wir fälschlicherweise berichtet, die Wilma-Gruppe biete die Grundstücke erschlossen am Markt an. Wir bitten um Entschuldigung.

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