Am kommenden Samstag wird sich beim Oktoberfest im Haus Dörlemann in Selm wieder zugeprostet. © Günther Goldstein
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Oktoberfest in Selm: Haus Dörlemann zieht wieder die Lederhosen an

Nach einem Jahr Zwangspause gibt es im Haus Dörlemann wieder ein Oktoberfest in Bork. Um am Samstag (25.9.) unbeschwert feiern zu können, gelten aber bestimmte Zutrittsregeln.

Dirndl, Lederhosen und ganz viel Bier gehören zum Oktoberfest dazu. Dieses Mal jedoch nicht auf der Wiesn in München. Die Veranstalter hatten das größte Volksfest der Welt abgesagt. Corona-bedingt. Zu unsicher sei die Situation. Mit vielen Fragezeichen hatte ebenfalls das Haus Dörlemann zu kämpfen. Im Gegensatz zum Original wird es das Borker Oktoberfest in der Gaststätte aber stattfinden. Und zwar am kommenden Samstag (25.9., ab 19 Uhr).

„Es war schwierig, das alles hinzubekommen. Aber es wird wieder Zeit, dass man wieder feiern darf“, sagt Figan Ucar-Macit, die zusammen mit ihrem Ehemann Erdal die Kneipe betreibt. Aus diesem Grund hat sich das Paar entschlossen, das Oktoberfest mit einigen Gästen trotz der besonderen, Pandemie-bestimmten Umstände feiern zu wollen.

Impfungen und Tests ermöglichen Tanzveranstaltung

Zum ersten Mal seit einem Jahr der Zwangspause. Denn 2020 hatten Figan Ucar-Macit und Erdal Macit ihre Kneipe zu diesem Zeitpunkt wegen sprunghaft steigender Corona-Infektionszahlen sicherheitshalber geschlossen. Auch in diesem Herbst verzeichnen die Behörden einen Anstieg der Fallzahlen im Vergleich zum Sommer. Doch mit Impfungen und weiteren Auflagen lasse sich eine solche Veranstaltung wie das Oktoberfest durchführen, so Ucar-Macit.

100 bis 150 Leute dürfen sich an diesem Abend in der frisch modernisierten Kneipe aufhalten. Figan Ucar-Macit will es sich dennoch nicht nehmen lassen, die Räumlichkeit entsprechend zu dekorieren. „Ich liebe es, zu schmücken“, sagt sie. Hinein lässt das Ehepaar allerdings nur geimpfte, genesene oder getestete Personen.

Ein einfacher Corona-Schnelltest reiche aber nicht aus. „Es muss ein PCR-Test gemacht werden, da unser Oktoberfest als Tanzveranstaltung gilt“, sagt Ucar-Macit. Das geht aus der aktuell geltenden Corona-Schutzverordnung vom 15. September hervor. Eine Kontaktnachverfolgung ist nicht notwendig.

Zugangsbändchen gibt Überblick über Gästezahl

Ist eines der drei Gs erfüllt, bekommen die Besucherinnen und Besucher ein Zugangsbändchen. „So möchten wir den Überblick behalten, wie viele Gäste bei uns im Lokal sind.“ Dirndl und Lederhosen seien zwar keine Zugangsbedingung, aber dennoch gerne gesehen“, sagt Ucar-Macit lächelnd.

Weniger gerne gesehen waren in den Bierzelten auf dem Münchner Oktoberfest die regelmäßige Erhöhung der Bierpreise. So kostet 2019 eine Maß Bier zwischen 10,80 Euro und 11,80 Euro. Zum Vergleich: zehn Jahre zuvor zahlten die Besucherinnen und Besucher zwischen 8,10 Euro und 8,60 Euro. Ucar-Macit kann die Gäste des haus Dörlemanns beruhigen. In derartige Höhen werde der Bierpreis nicht steigen – auch wenn die Gastronomie-Branche weiterhin mit vielen Unsicherheiten und Fragezeichen kämpfen muss.

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