Die Klassenzimmer bleiben erst mal leer - auch in der Overbergschule. © Arndt Brede (Archiv)
Schulen im Lockdown

Lockdown-Verlängerung: Schulen in Selm sind vorbereitet

Die Schulen in NRW bleiben geschlossen. Das hat NRW am Mittwoch (6.1.) entschieden. Schulen und offene Ganztagsschulen in Selm schreckt das jedoch nicht - sie sind vorbereitet.

Der Lockdown geht in die erweiterte Runde – und wird noch mal verschärft. Das haben Bund und Länder am Dienstag (5.1.) beschlossen. Auch die Schulen sind von den Maßnahmen betroffen und sollen geschlossen bleiben. Das Kabinett Nordrhein-Westfalen bestätigt den Entwurf am Mittwoch (6.1.) in einem Beschluss.

Damit hat das Warten auf die Beschlüsse des Landes für Selmer Schulen ein Ende. „Ich weiß, dass die Belastung in den Familien unter anderem durch das kurzfristige Organisieren der Kinderbetreuung sehr hoch ist. Dieses Problem zeigt sich ja auch bei meinen Kollegen und Kolleginnen, von denen die meisten Kinder im betreuungsfähigen Alter haben“, sagt Christine Jücker, Rektorin der Overbergschule in Selm. Letztendlich gehe es aber um eine Reduzierung der Kontakte und darum, sich solidarisch und empathisch zu zeigen, um weitere Infektionen zu minimieren.

„Lernen auf Distanz“ und Notbetreuung ist sinnvoll

Jücker erachtet daher für sinnvoll, zunächst in das „Lernen auf Distanz“ zu gehen und für die Kinder, die definitiv zuhause nicht betreut werden können, eine Notbetreuung anzubieten. „Dieses Situation wünscht sich keiner, dennoch erscheint es mir als zur Zeit die sinnvollste Lösung.“

Gut vorbereitet auf das „Lernen auf Distanz“ sei das Kollegium der Overbergschule. „Das Kollegium ist sich sicher, alle Kinder auch während des Aussetzens des Präsenzunterrichts digital oder analog zu erreichen“, so Jücker.

Der Entschluss des Kabinetts betrifft nicht nur die Schulen. Er hat in jedem Fall auch Auswirkungen auf die offenen Ganztagsschulen. „Die Ogatas werden da natürlich die Maßgaben der Politik umsetzen“, sagt Lothar Kirchner, Pressesprecher des Vereins GANZ SELM e.V., der die Ganztagsbetreuung an Selmer Grundschulen organisiert.

Bewährte Konzepte der ersten Notfallbetreuung

„Die offenen Ganztagsschulen folgen in der Konsequenz dem, was die Schulen machen“, so Kirchner. Heißt: Wenn die Lockdown-Verlängerung mit Notfallkonzept für die Schulen nun kommt, werde man ebenfalls die bewährten Konzepte aufrechterhalten und die Notfallbetreuung gewährleisten. „Es hat ja keinen Sinn, wenn ein Kind, das im Notfallbetrieb zur Schule geht, am Nachmittag nicht auch in der OGS betreut wird. Damit ist auch den Eltern nicht geholfen.“

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Obwohl nicht in Dortmund geboren, bin ich doch eng mit dieser Perle des Ruhrpotts verbunden. Eine Stadt durch die Augen eines Journalisten kennenzulernen, das fasziniert mich. Seit Oktober 2017 arbeite ich für die Ruhrnachrichten und bin seit April 2020 Volontärin.
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