Zwei Gruppen Jugendlicher prügelten sich am Busbahnhof. Jetzt sucht die Polizei einen speziellen Zeugen. © Stadt Lünen (A)
Maskenvorfall

Licht aus, Maske ab – Busunternehmer sagt: „Wir passen unheimlich auf“

Ein Busfahrer hat die Fahrgäste aufgefordert, ihre Masken abzusetzen. Das Busunternehmen aus Selm hat direkt reagiert und beteuert, alle Hygienemaßnahmen einzuhalten.

Im Schienenersatzverkehr zwischen Lünen und Münster soll ein Busfahrer die Fahrgäste aufgefordert haben, ihre Schutzmasken abzusetzen – er würde zwischen den Städten das Licht ausmachen. Ein Fahrgast hatte das dem Unternehmen Keolis gemeldet, in dessen Auftrag der Schienenersatzverkehr läuft. Der Busfahrer wurde daraufhin von seinen Aufgaben befreit.

Das Selmer Busunternehmen Nies fuhr die Strecke im Auftrag von Keolis. Dessen Chef Wolfgang Nies beteuert: „Wir passen unheimlich auf. Wir transportieren doch Menschen und wollen alle auch selbst gesund nach Hause kommen, deswegen sind wir ganz pingelig.“ Die Lenkräder der Busse lösten sich mittlerweile auf, sagt er, weil sie so oft mit Desinfektionsspray gereinigt würden.

Jugendliche wollten Maske nicht aufsetzen

Wie es zu dem Vorfall im Schienenersatzverkehr kam, kann er sich auch nicht erklären. Er habe mit dem Busfahrer gesprochen, der habe von einer Gruppe Jugendlicher gesprochen, die sich weigerte, Masken aufzusetzen. Möglicherweise habe er dann gegenüber diesen Leuten über das Mikrofon flapsig gesagt: „Wenn ihr nicht aussteigt, können wir ja alle die Masken absetzen.“

Nies beschäftigt 26 Busfahrer, auch er selbst sitzt noch regelmäßig hinter dem Steuer, genau so wie seine Frau, sein Sohn und seine Tochter.

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Gebürtiger und auch immer noch dort lebender Dortmunder. Der der Stadt Lünen aus der „Außensicht“ viel abgewinnen kann – und doch immer wieder erstaunt ist, wie manches hier so läuft. Lieblingsthemen: Politik, Wirtschaft, Soziales.
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