Jugendzentrum Sunshine

Jugendzentrum Sunshine in Selm schafft eine grüne und nachhaltige Oase

Knapp 190 Tage lang musste das Jugendzentrum Sunshine aufgrund der Pandemie geschlossen bleiben. Aber jetzt geht das Team mit der Zielgruppe sofort in die Vollen.
Mitmachen und Gestalten ist erwünscht beim Bienenweidenprojekt, denn das Team des Jugendzentrums Sunshine Christine Ambrosi, Roger Wellmann-Tripp und Carina Eller (v.l.) wollen es zur Wiedereröffnung ins Leben rufen. © Tripp

Das Jugendzentrum Sunshine, beliebter Treffpunkt für Kinder und Jugendliche, hat wieder geöffnet. Die aktuellen Inzidenzwerte im Kreis Unna machen das möglich. Los geht es direkt mit einer neuen Mitmachaktion: dem Bienenweidenprojekt.

Corona-Regeln im Sunshine

  • In der ersten Woche der Öffnung dürfen 20 Besucher, unter Einhaltung der Hygienevorschriften, den Offenen-Treff besuchen.
  • Sie können sich über die Luca-App registrieren, wer diese Möglichkeit nicht hat, wird manuell erfasst, um die Rückverfolgung zu gewährleisten.
  • Es gilt Maskenpflicht und eine Einbahnstraßenregelung.
  • Der Töpfer- und der Kreativkurs starten wieder mit maximal fünf Teilnehmern. Kicker, Billard, Darts und Tischtennis sind auch wieder möglich.

Die Beete rund ums Jugendzentrum sollen mit heimischen Pflanzen erblühen und eine grüne Oase für Insekten werden. „Wir möchten gemeinsam mit interessierten Jugendlichen die Beete vorbereiten“, erläutert die Leiterin des Jugendzentrums Christine Ambrosi, die die blühende Idee hatte. Am Dienstag, 15. Juni, geht es um 16 Uhr los. Am Mittwoch, 16. Juni, haben junge Selmer noch die Chance, mitzumachen. „Am Freitag und falls nötig auch noch am Samstag pflanzen wir dann unsere Bienenweide. Der Beginn ist jeweils um 16 Uhr. Wildbienenschutz, eine schönere Optik der Beete und Jugendliche nachhaltig für heimische Blumen und Wildkräuter zu interessieren, stehen bei unserer Aktion im Mittelpunkt, denn auch nach dem Pflanzen ist es ja bekanntlich mit dem Gärtnern nicht vorbei.“

Sämtliche Arbeitsmaterialien werden vom Sunshine gestellt. Mitmachen und Gestalten sei erwünscht.

Dabei ist das Bienenweidenprojekt nur ein Baustein der Wiedereröffnung des Jugendzentrums. „Wir freuen uns riesig auf unsere Besucher. Allen endlich real zu begegnen und unser schönes Haus wieder nutzen zu können, ist klasse“, freut sich die pädagogische Mitarbeiterin Carina Eller und Roger Wellmann-Tripp fügt hinzu: „Die Eröffnung hat im Team für echte Euphorie gesorgt, wir sind hochmotiviert und haben viele neue und kreative Ideen, die wir nun endlich gemeinsam verwirklichen können.“

Die Chance in der Krise

Das Team fühlte sich zu Beginn der Schließungsphase noch ausgebremst, weil es für seine Besucher nicht mehr vor Ort war. „Es hat uns leidgetan, nicht mehr für die Jugendlichen da sein zu können, die uns gebraucht hätten. Doch dann entwickelte sich die Krise zu unserer Chance“, erinnert sich Christine Ambrosi.

Das Team des Jugendzentrums Sunshine Carina Eller, Roger Wellmann-Tripp und Christine Ambrosi (v.l.) freut sich riesig über die Wiedereröffnung.
Das Team des Jugendzentrums Sunshine Carina Eller, Roger Wellmann-Tripp und Christine Ambrosi (v.l.) freut sich riesig über die Wiedereröffnung. © Tripp © Tripp

Denn das Team schuf zahlreiche Online-Angebote, um trotzdem zumindest virtuell da sein zu können. So gab es den regelmäßigen Online-Treff, auch ein YouTube-Kanal wurde eröffnet, bei dem es jeweils montags die Sunny-Torials und eine Roomtour zu sehen gibt und der Tresen-Talk via Twitch wurde ebenfalls ins Leben gerufen, sowie eine hochfrequente Nutzung von Facebook und Instagram, die etabliert werden konnte und sich zahlreicher Nutzer erfreut.

Neuer Weg der Jugendarbeit

„Wir konnten die Zeit effektiv nutzen, um einen neuen Weg der Jugendarbeit zu beschreiten und haben unsere digitalen Angebote wesentlich erweitert, dies kam gut an und wir möchten es auch weiter fortführen, weil Jugendliche diese Medien verstärkt nutzen“, erklärt Christine Ambrosi und setzt hinzu: „Natürlich gab es einen wichtigen Wandel in der Jugendarbeit, aber ich freue mich jetzt besonders wieder für die Jugendlichen da sein zu können, die wir auch mit unseren Online-Angeboten nicht erreichen konnten und die uns in der Krise gebraucht hätten.“

Auch für Carina Eller sind Plattformen wie Instagram, YouTube und Facebook nicht mehr wegzudenken. „Die Schließung war der Anstoß, uns dort breiter aufzustellen und hat dafür gesorgt, dass wir nun stärker in diesen von Jugendlichen hochfrequentierten Medien präsent sind. Für uns ist die hohe Reichweite und die schnelle Erreichbarkeit unserer Zielgruppe ein weiterer Pluspunkt“, sagt die pädagogische Mitarbeiterin Eller. „Momentan können leider Kurse wie Hip Hop, Zumba oder Capoeira noch nicht wieder stattfinden.“ Aber alles sei in Planung, genauso wie ein neues Kletterangebot, das zukünftig am ehemaligen Kirchturm von St. Joseph stattfinden soll.

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