Schmierereien an der neuen Zweifachhalle am Campus Süd sind nur eins von vielen Beispielen, bei denen Unbekannte ihr Unwesen am Campus und im Auenpark getrieben haben. © Günther Goldstein
Meinung

Idioten diktieren Selm, was zu tun ist im Auenpark: ein Trauerspiel

Schmierereien an der Zweifachhalle. Vandalismus an der Kuppel im Auenpark. Es wurde höchste Zeit, dass die Stadt Selm reagiert. Auch wenn es Idioten sind, die jetzt das Handeln diktieren.

Es häuft sich. Seit Monaten berichten wir immer wieder von Zerstörung und anderen Taten im Auenpark und rund um den Campus. Die Stadt Selm hat jetzt – nach den aktuellen Vorfällen – entschieden, eine Belohnung auszusetzen für sachdienliche Hinweise, die zur Ermittlung der Idioten führen, die sich in Selms neuer guter Stube breit machen. Und sie will einen externen Sicherheitsdienst engagieren: ein Trauerspiel. Und trotzdem ist die Entscheidung der Stadt überfällig.

Als die Verwaltung 2020 den Bußgeldkatalog wegen diverser Zerstörungen verschärfen wollte, waren nicht alle dafür. Wegen ein paar Randalierern dürfe man den Parkbesuch nicht einschränken, hieß es unter anderem. Das ist im Prinzip ja richtig. Man sollte eigentlich an die Vernunft appellieren. Das reicht aber offenbar nicht in Selm.

Zerstörung birgt Gefahren. Jetzt war es die Beleuchtung der Kuppel. Was ist es demnächst? Wieder lebensgefährliche Manipulationen an einem Spielgerät? Auch wenn es die Idioten, sind, die jetzt das Handeln der Stadt diktieren, ist das Vorgehen richtig. Zu Sicherheit aller. Und zu Abschreckung.

Die Stadt Selm nimmt Geld in die Hand. Wohlgemerkt: nachdem Maßnahmen wie ein verschärfter Bußgeldkatalog nicht gegriffen haben. Dieser neue Versuch ist es wert. Er wird teuer. Aber Sicherheit geht vor.

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Arndt Brede

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