Ganz Bork zum Nachschlagen auf 500 Seiten Mammutprojekt mit 60 Autoren

Redakteur
Das Lüner Autoren-Duo Dirk Husemann und Jutta Wieloch war für Redaktion und Koordination in den vier Jahren der Entstehung verantwortlich.
Das Lüner Autoren-Duo Dirk Husemann und Jutta Wieloch war für Redaktion und Koordination in den vier Jahren der Entstehung verantwortlich. © Bastian Becker
Lesezeit

Wenn gleich 60 Autoren an einem Werk mitarbeiten, kann man von einem wahren Mammutprojekt sprechen. Das „BorkBuch“ ist in vierjähriger Arbeit entstanden und umfasst 500 Seiten. Doch alle Zahlen alleine können nicht die Begeisterung einfangen, die nicht nur Moderator Heinz-Willi Quante bei der Präsentation vor allen Autoren, Sponsoren und zwei Ehrengästen aus der Politik verströmte.

NRW-Heimatministerin Ina Scharrenbach und Landrat Mario Löhr erhielten wie auch die anderen Gäste jeweils eines der ersten Exemplare. „Das ist ein Buch von Borkern für Borker, ein Buch, das Geschichte schreibt und Generationen verbindet“, würdigte Heinz-Willi Quante, der wie der Großteil der Gäste selbst zu den Autoren zählt, das Projekt.

Die Autoren mit einigen Angehörigen waren zu der Präsentation in das katholische Pfarrheim gekommen.
Die Autoren mit einigen Angehörigen waren zu der Präsentation in das katholische Pfarrheim gekommen. © Bastian Becker

Breites Themenspektrum

Das breite Themenspektrum der 71 Beiträge reicht von historischen Begebenheiten wie der Entwicklung der Wege oder dem jüdischen Leben in Bork über persönliche Erlebnisse etwa am Borker Bahnhof bis hin zu Texten über die vielen Vereine (Bürgerschützengilde, PSV, Tennisclub oder Männergesangsverein). Das ganze Dorf findet sich in den Texten und zahlreichen Bildern wieder.

Das Lüner Autoren-Duo Dirk Husemann und Jutta Wieloch hat sich im Auftrag des Heimatvereins Bork um die Redaktionsarbeit und die Koordination der vielen verschiedenen Texte zu einem Buch gekümmert. Sie hatten unter anderem bereits am großen Buch zu ganz Selm, das vor einigen Jahren erschienen ist, mitgearbeitet. „Es hat uns die Arbeit erleichtert, dass die Autoren vor allem an einem guten Endprodukt interessiert waren“, berichtete Dirk Husemann. Vor allem die spontanen Erlebnisse, die alle Beteiligten bei der Arbeit an dem Buch gemacht haben, hätten das Projekt ganz besonders gemacht. Besonders dankte er den beiden Fotografen Manfred Boblitz und Günther Goldstein.

NRW-Heimatministerin Ina Scharrenbach (4. von links) mit den Vorstandsmitgliedern des Heimatvereins Bork.
NRW-Heimatministerin Ina Scharrenbach (4. von links) mit den Vorstandsmitgliedern des Heimatvereins Bork. © Lisa Becker

Ministerin erhält erstes Buch

Fredy Niklowitz, der Idee und Konzept für das BorkBuch hatte, ist mit gleich sieben Texten selbst der eifrigste Autor. „Ihr habt viele unbekannte und spannende Details aus der Borker Geschichte zu Tage gefördert“, dankte er den vielen Mitwirkenden. Das Ziel könne somit erreicht werden, dass unter den Weihnachtsbäumen in Bork 2022 kein anderes Geschenk häufiger zu finden sein wird als das BorkBuch.

„Gegenwart ohne Vergangenheit funktioniert nicht. Hier ist ganz viel Geschichte in vielen Geschichten drin“, erklärte Ina Scharrenbach, nachdem sie von Annette Köppeler, der Vorsitzenden des Heimatvereins, das erste Exemplar des neuen Buchs erhalten hatte. Heimat könne nur gelingen, „wenn ganz viele mit anpacken“. Das Ergebnis der langen Arbeit ist jetzt nicht nur für Borker ein ganz besonderes Nachschlagewerk.

Zum Thema

Das BorkBuch ist ab 2. November (Mittwoch) zum Preis von 30 Euro in folgenden Verkaufsstellen erhältlich: Bäckerei Langhammer, Blumen Ahland, Schuhhaus Klöpper, Stephanus Apotheke und Lebensmittel vom Hofe.

Ministerin Ina Scharrenbach erhielt von den Vorstandsmitgliedern des Heimatvereins das erste BorkBuch.
Ministerin Ina Scharrenbach erhielt von den Vorstandsmitgliedern des Heimatvereins das erste BorkBuch. © Bastian Becker