Die Flüchtlingsunterkunft in der Industriestraße in Selm: Hier könnten bis zu 20 erwachsene Flüchtlingen untergebracht werden, die eigentlich Nordkirchen zugewiesen sind. © Arndt Brede
Flüchtlinge

Flüchtlingsunterkunft in Selm weiter nicht ausgelastet

Die kommunale Unterbringung von geflüchteten Menschen läuft in Selm gerade „recht entspannt“. Die Unterkunft an der Industriestraße ist weiterhin nicht voll ausgelastet.

Die große Flüchtlingsunterkunft an der Industriestraße in Selm ist weiter nicht voll ausgelastet. Das hat Sylvia Engemann, Beigeordnete der Stadt, bei der letzten Sitzung des Hauptausschusses erklärt. Insgesamt laufe die Unterbringung gerade „recht entspannt“.

In der Unterkunft in Selm sind aktuell 58 Menschen untergebracht. In der kommunalen Einrichtung, die im April 2017 den Betrieb aufgenommen hat und vom DRK betrieben wird, gibt es eigentlich Platz für 200 Menschen. Das ist auch der Grund, warum die Stadt Selm und die Gemeinde Nordkirchen vor Kurzem eine besondere Zusammenarbeit beschlossen haben.

Zusammenarbeit mit Nordkirchen

Demnach kann Selm bei Bedarf geflüchtete Menschen aufnehmen, die eigentlich der Gemeinde Nordkirchen zugewiesen sind. Genau genommen bleiben sie dann auch Nordkirchen zugwiesen und die Gemeinde zahlt den Betrag, den die Aufnahme kostet. Aber der Ort, an dem sie untergebracht sind, ist dann die Unterkunft in Selm. Der Hintergrund ist einfach: Durch die große Unterkunft hat Selm einfach aktuell mehr Plätze zur Verfügung als Nordkirchen.

Aber: Bisher ist es noch nicht dazu gekommen, dass Nordkirchen auf die Selmer Plätze zurückgreifen musste, sagte Sylvia Engemann.

Wlan für Schülerinnen und Schüler

Neben der Unterkunft leben auch noch 41 Flüchtlinge in Cappenberg im Kohuesholz und 18 in Bork am Südfeld. Hier war es vor allem dem Arbeitskreis Asyl wichtig, dass die Schülerinnen und Schüler, die dort leben, die Möglichkeit bekommen Wlan zu nutzen. An dem Standort nicht ganz leicht, wie Sylvia Engemann andeutete. Aber nun sei es gelungen, einen ruhigen Lernort für die Kinder und Jugendlichen zu schaffen.

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Marie Rademacher

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