Auch auf der Anlage von GS Cappenberg wurde unter den neuen Corona-Bedingungen am Sonntag gespielt. © Sebastian Reith
Fußball

Zuschauen nur mit 2G: Wie hat das an den Fußball-Plätzen geklappt?

Seit dem vergangenen Wochenende gelten auf den Fußballplätzen neue Corona-Regeln. Wie setzen das die Vereine um? Wir haben das stichprobenartig in Selm, Olfen und Nordkirchen überprüft.

Seit dem vergangenen Wochenende gilt auf den Fußballplätzen: Nur wer geimpft oder genesen ist, kann sich Amateurspiele anschauen – alle anderen müssen draußen bleiben. Doch wie genau nehmen die Vereine die Vorgabe?

Beim FC Nordkirchen wurden alle Zuschauer aufgefordert, den Impfnachweis vorzuzeigen. Geimpfte und Genesene erhielten ein Papierarmband, mit dem sich die Zuschauer dann frei bewegen konnten.

Bei der SG Selm ein ähnliches Bild: Am Eingang wurden alle Zuschauer aufgefordert, den 2G-Nachweis vorzuzeigen. Auf die Kontrolle mit einem Personalausweis wurde verzichtet.

Corona-Kontrollen fallen unterschiedlich aus

Bei Westfalia Vinnum waren die Kontrollen etwas schärfer. Das Publikum musste neben dem Impfnachweis auch den Personalausweis vorzeigen. Bei Zuschauern, die den Nachweis mit der Corona-Warnapp vorzeigten, wurde der QR-Code per Cov-Check auf Echtheit überprüft.

Selbiges galt für den PSV Bork. Hier wurde die Echtheit des Zertifikats per App überprüft und ebenfalls der Personalausweis zur Vorlage verlangt. Für den Sonntag an der Waltroper Straße war das sicher nicht unwichtig.

Das Zuschauerinteresse dürfte höher als sonst gelegen haben, da zunächst die A-Junioren ihr Heimspiel austrugen, anschließend die erste Herrenmannschaft zum B-Liga-Spitzenspiel antrat und schlussendlich die Bezirksligafrauen auf dem Feld in Bork standen.

Beim SC Capelle wurde beim Einlass ebenfalls Auskunft über den Impfnachweis und Personalausweis verlangt – die Prüfung per App wurde ebenfalls durchgeführt.

Beim Borker Liga-Konkurrenten GS Cappenberg II wurde am Sonntag am Eingang der Anlage am Kohuesholz eine Person zur Kontrolle der Impfnachweise abgestellt. Das galt sowohl für die Zuschauer wie auch für die Mannschaften, die sich am Nachmittag auf dem Rasen duellierten.

Fußballkreis Münster empfiehlt Vereinen schärfere Regeln

Eines war auf allen Plätzen aber ähnlich: Nur die wenigsten Zuschauer trugen eine Maske. Vorgeschrieben ist das zwar nicht, der Fußballkreis Münster beispielsweise empfiehlt diese Maßnahme aber – ebenso wie die Überprüfung digitaler Impfzertifikate, worauf die Mehrheit der Vereine in dieser Stichprobe verzichtete.

Zur Wahrheit gehört aber auch: Die überprüften Klubs setzen bislang die geforderten Maßnahmen um und tragen so ihren Teil dazu bei, dass es Hoffnungen gibt, dass die Saison zumindest so weit fortgesetzt werden kann, dass es am Ende eine Wertung gibt und nicht wie in der vergangenen Spielzeit die Saison nach nur wenigen Spieltagen annulliert werden muss.

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Ist zum Studium ins Ruhrgebiet immigriert - und geblieben. Vielseitig interessiert mit einer Schwäche für Geschichten aus dem Sport, von vor Ort und mit historischem Bezug.
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Matthias Henkel

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