Lars Bußkamp spielte am Wochenende für die Erste und Zweite von Grün-Schwarz Cappenberg. © Janis Czymoch
Fußball

Sorgen um Mentalitätsprobleme bei GS Cappenberg – Trainer Harder: „Hat nichts mit Kreisliga zu tun“

Nur einen Platz trennen die Kicker von GS Cappenberg noch von einem Abstiegsrang in der Kreisliga-A. Spielertrainer Pascal Harder hofft allerdings auf die Trendwende – und übt Kritik an Spielern.

Die denkwürdige Last-Minute-Niederlage in der Fußball-Kreisliga A gegen den BSV Heeren bedeutet für Grün-Schwarz Cappenberg: Der Abstiegskampf ist ab jetzt bittere Realität. Da kommt erschwerend hinzu, dass es der Mannschaft laut GSC-Trainer Pascal Harder dafür aktuell an der nötigen Mentalität fehle. Das hat seine Gründe.

„Die Jungs, die sonst vorangehen, sind nicht da“, erklärt der Trainer. So würden mit Kapitän Benedikt Stiens (Rippenbruch), Robin Selbstaedt (Knie), Alexander Lohölter (Zeh) sowie Tom und Michel Zentgraf (beide Knieprobleme) gleich fünf absolute Führungsspieler zurzeit verletzungsbedingt ausfallen.

Gegen den BSV mussten deswegen vor allem die Spieler aus der Zweiten – die vorher schon beim TSC Kamen II ordentlich Spielminuten gesammelt hatten – für die nötige Mentalität sorgen. „Lars Bußkamp und Jan Steinkamp sind auch bei sich in der Truppe die Antreiber. Die haben Bock, die wollen den Sieg“, lobt Harder die Reserve-Spieler. Von den eigentlichen A-Liga-Akteuren wünscht er sich den gleichen Einsatz und Siegeswillen.

Spielertrainer Pascal Harder (M.) appelliert an die Mentalität seiner Spieler.
Spielertrainer Pascal Harder (M.) appelliert an die Mentalität seiner Spieler. © Janis Czymoch © Janis Czymoch

„Es ist nicht so, das alle keinen Bock haben. Der eine ist erkältet, dann ist einer auf Montage – so kommt das dann zusammen. Ich wünsche mir aber trotzdem von denen, die nicht langfristig verletzt sind, dass sie ihre Termine so legen, dass wir trainieren können und am Sonntag genügend Spieler für die Liga haben“, betont der Cappenberger Trainer.

GS-Trainer kritisiert: „Ich kann das aktuell nicht nachvollziehen“

Außerdem stört Pascal Harder der Einsatz und die Kommunikation innerhalb der Mannschaft: „Ich frage dann freitags ab, wer kann und bekomme in der Gruppe nur einen Daumen nach unten geschickt. Ohne Erklärung“, ärgert sich der Spielertrainer.

„Das hat auch nichts mit Kreisliga zu tun oder damit, dass ich das irgendwie anders sehe, weil ich mal höher gespielt habe. Wenn ich nicht arbeiten gehe, muss ich das meinem Chef ja auch vernünftig erklären. Ich kann das aktuell nicht nachvollziehen“, so Harder deutlich.

Der Spielertrainer hofft, sich mit Unterstützung in die Winterpause retten zu können. „Wir hoffen, dass wir das mit zweiter und dritter Mannschaft weiter hinbekommen und dass sich alle akklimatisieren können. Das Ziel muss sein, mit einem größeren Kader wieder in die Rückrunde zu starten“, sagt Harder.

Bleibt aus Cappenberger Sicht nur zu hoffen, dass aus den verbleibenden drei Spielen bis zur Winterpause trotz der angespannten Personalsituation nicht nur Niederlagen übrig bleiben. Sonst könnte es selbst für die Mentalitätsmonster bei ihrer Rückkehr schwierig werden, das Ruder noch herumzureißen.

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