SG Selm setzt sich gegen SV Rinkerode durch Es gibt aber ein „Haar in der Suppe“

Redakteur
Felix Schröder (l.) legte die Führung für die SG Selm auf. Am Ende setzte sich die SG deutlich durch.
Felix Schröder (l.) legte die Führung für die SG Selm auf. Am Ende setzte sich die SG deutlich durch. © Henkel
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Die SG Selm bleibt weiter oben dran in der Tabelle der Fußball-Kreisliga A. Das Ergebnis fällt deutlich aus, hätte aber noch klarer sein können, auch wenn die SG zwischenzeitlich wackelt.

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SG Selm – SV Rinkerode 4:1 (3:0)

Zunächst aber, wussten die Gäste kaum, wie ihnen geschah. Gerade einmal acht Minuten waren gespielt, als Selm schon in Führung lag. Felix Schröder wurde mit einem starken Pass eingesetzt. Der Stürmer legte uneigennützig quer und Basaran Tarhan musste nur noch den Ball über die Linie drücken.

SG Selm bleibt bestimmend

Die SG blieb weiter die bestimmende Mannschaft, verpasste es aber, nachzulegen. Erst verfehlte Schröder (18. Minute), Niklas Neumanns Treffer wurde die Anerkennung wegen Abseits verwehrt (21.). Der Mittelfeldspieler kam aber nach 31 Minuten dann doch zu seinem Treffer und legte kurz vor der Pause per Foulelfmeter nach (43.). Dazwischen ließ die SG weitere Gelegenheiten ungenutzt, stand aber bis auf eine Situation, als Torwart Nils Böckenbrink erst die Orientierung verlor, dann aber umso stärker reagierte, hinten sicher.

„Wir haben es in der ersten Halbzeit sehr, sehr gut gemacht. Wie wir die Chancen rausgespielt haben, hatte viel mit Fußball zu tun. Wir haben Gegner und Ball sehr, sehr gut laufen lassen“, freute sich Selm Trainer Mario Rast.

Julian Wilhelm (r.) und die SG Selm zeigten insgesamt ein gutes Spiel.
Julian Wilhelm (r.) und die SG Selm zeigten insgesamt ein gutes Spiel. © Henkel

Allerdings riss der Selmer Faden im zweiten Durchgang trotz der 3:0-Führung etwas. Rinkerode agierte nun druckvoller, ohne jedoch die ganz großen Chancen herauszuspielen. Erst der Treffer nach einem Eckball (58.) brachte etwas mehr Spannung weil die Gäste dann aufdrehten. Die Selmer Bank forderte mehr Widerstand: „Das ist zu wenig“, lautete die Kritik.

Zumal Rinkerode die riesige Chance hatte richtig Feuer reinzubringen. Die SG konnte sich aber auf Keeper Bückenbrink verlassen, der einen Foulelfmeter hielt und die Wende brachte (78.). „Wir kommen ein wenig ins Schleudern beim Gegentreffer. Zum Glück hält Nils den Elfmeter. Dadurch hält er uns im Spiel“, lobte Rast. Im Gegenzug vergaben die Selmer zwar eine Chance, dann war aber Robin Coerdt zur Stelle, der den Ball im Spielaufbau eroberte und durch das 4:1 den Deckel auf die Partie machte (79.).

Mario Rast mahnt und lobt

„Bei einem 4:1 zu stöhnen, ist stöhnen auf hohem Niveau, auch wenn wir hier 6, 7:1 gewinnen können und müssen. Das ist das Haar in der Suppe“, sagte Rast über die vielen ausgelassen Chancen, betonte aber auch: „Diese Vielzahl an Chancen muss man sich aber auch erst einmal herausspielen.“

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Durch den Erfolg bleibt die SG Selm zum Abschluss der Hinrunde dem SV Bösensell auf den Fersen, Spitzenreiter Wacker Mecklenbeck ist mit sechs Punkten noch ein Stück weit weg. Dennoch kann die SG auf diese Hinserie aufbauen. „Wir sind Dritter und in Lauerstellung“, fasste Rast zusammen.

SG: Böckenbrink – Tarhan, Konietzni, May, Maikötter, Neumann, Schröder, Coerdt, Dias, Kämper, Wilhelm

Tore: 1:0 Tarhan (8.), 2:0 Neumann (31.), 3:0 Neumann (43./FE), 3:1 Günther (58.), 4:1 Coerdt (79.)

Bes. Vork.: Böckenbrink hält Foulelfmeter (78.)