Sanmi Ojo, Trainer des PSV Bork, hat gut Lachen. Dieses könnte seiner Mannschaft mit Blick auf die Fitnessvorgaben vergehen. © Jura Weitzel

Sanmi Ojo warnt seine Spieler beim PSV Bork: „Dieses Jahr gibt‘s Knallgas“

Die Grundlagen für die neue Saison holen sich Mannschaften in der Vorbereitung. So auch beim PSV Bork. Trainer Sanmi Ojo will sein Team richtig auf Trab bringen – und warnt unterschwellig.

Felix Magath ist in der Fußball-Bundesliga bis heute als Fitness-Fanatiker berüchtigt. So sagte der damalige Frankfurter Profi Jan Aage Fjörtoft nach dem geschafften Klassenerhalt über seinen Trainer: „Ob Felix Magath die Titanic gerettet hätte, weiß ich nicht. Aber die Überlebenden wären topfit gewesen.“ B-Ligist PSV Bork wird sich in der kommenden Saison eher auf die oberen Plätze als auf die Rettung fokussieren, Trainer Sanmi Ojo kündigte aber an, seine Spieler fit machen zu wollen.

PSV Bork geht mit großem Kader in die Vorbereitung

Dabei stehen die Voraussetzungen gar nicht schlecht. Der PSV geht mit einem großen Kader in die Vorbereitung. Zum bereits etablierten Kern stoßen einige Nachwuchskräfte hinzu, die den Konkurrenzkampf anheizen sollen. Durch das große Trainerteam ist sich Ojo sicher, gutes Training anbieten zu können, da das Team in Gruppen aufgeteilt werden kann.

Grundvoraussetzung für das Training ist aber die konditionelle Basis. „Fitte Spieler werden mehr belohnt“, betont Ojo. „Es wird sich herauskristallisieren, wer richtig mitzieht. Ich erwarte, dass sich jeder ein Grundpolster an Fitness aneignet und dann in der Vorbereitung überzeugt. Da ist jeder seines eigenen Glückes Schmied.“

Alle Spieler sollen die gleichen Chancen bekommen. Egal ob junge oder alte Spieler – was zählt ist, wie der Fitnesszustand ist. Allerdings habe die Vergangenheit gezeigt: „Die Alten waren häufig fitter“, so Ojo.

Dabei nimmt sich Ojo selbst nicht aus. Schließlich ist er auch noch auf dem Feld aktiv. Sorgen um seinen konditionellen Zustand macht sich der Spielertrainer nicht: „Ich habe den Vorteil, dass ich fit bin. Dieses Jahr gibt‘s Knallgas, da kenne ich nichts“, so der PSV-Trainer, der feixend hinzufügt: „Wenn ich irgendwann nicht mehr auf dem Feld stehe, dann gibt es keine Gnade.“

Sanmi Ojo hat viele Ideen

Ideen, wie er seinem Team Kondition beibringen will, hat Ojo auch schon: „Ich habe die Pause genutzt und mir etwas einfallen lassen.“ Schöne Laufstrecken seien darunter, wie er sagt. Bei einer habe er einen guten Blick auf die gesamte Runde, die die Mannschaft laufen könne. Auch Anstiege seien dabei.

Als Felix Magath Trainer des VfL Wolfsburg war, ließ er einen Hügel aufschütten, den seine Spieler zum Konditionsaufbau bezwingen mussten. Dieser Hügel erhielt später den Namen „Mount Magath“. Einen „Mount Ojo“ wird es in Bork vermutlich nicht geben. Der PSV-Trainer kennt aber auch so genug Möglichkeiten, wie er seine Spieler fitbekommt.

Über den Autor
Volontär
Ist zum Studium ins Ruhrgebiet immigriert - und geblieben. Vielseitig interessiert mit einer Schwäche für Geschichten aus dem Sport, von vor Ort und mit historischem Bezug.
Zur Autorenseite
Matthias Henkel

Unna am Abend

Täglich um 18 Uhr berichten unsere Redakteure für Sie im Newsletter über die wichtigsten Ereignisse des Tages.

Informationen zur Datenverarbeitung im Rahmen des Newsletters finden Sie hier.