Zwei Spieler verlassen überraschend GS Cappenberg. © Fleckmann
Fußball

Plötzlich sind zwei Spieler weg: GS Cappenberg von Werner Abgängen kalt erwischt

GS Cappenberg ist schon seit Wochen von Verletzungen gebeutelt. Jetzt haben den A-Ligisten auch noch zwei Spieler verlassen – und das völlig überraschend.

Zu Beginn der Saison lief es für Grün-Schwarz Cappenberg noch ordentlich. Der Fußball-A-Ligist startete mit sieben Punkten aus den ersten drei Spielen in die Saison. Doch dann schlug das Verletzungspech zu. Auch deswegen holte GSC aus den nächsten zwei Partien lediglich zwei Zähler. Von Woche zu Woche sind kaum genug Spieler da, um eine Mannschaft auf den Platz zu stellen. Und jetzt kommt es noch dicker: Zwei Spieler haben sich bei GSC abgemeldet – und das ziemlich unerwartet.

GS Cappenberg verliert zwei Spieler

Bei den Abgängen handelt es sich um Alex Griskevic und Dennis Kozlik, die im Sommer von Eintracht Werne ins Kohuesholz kamen. „Die Jungs sind nicht mehr da“, bestätigt Pascal Harder.

Über die Art und Weise, wie die Wechsel vonstatten gegangen sind, ist der GSC-Trainer unglücklich. „Dennis ist ein junger, super Spieler. Vielleicht hat er andere Erwartungen gehabt und sich erhofft, dass er zur Stammkraft reift“, sagt Harder. Das wurde er zunächst nicht. „Seine Einsätze hat er aber bekommen“, so Harder weiter.

Alex Griskevic (l.) und Dennis Kozlik kamen erst im Sommer nach Cappenberg.
Alex Griskevic (l.) und Dennis Kozlik kamen erst im Sommer nach Cappenberg. © GS Cappenberg © GS Cappenberg

Dann habe sich Kozlik eine Pause erbeten, da er wegen des Studiums keine Zeit habe. Erst hilft der Werner noch einmal in der Dritten aus (Harder: „Das war sehr nett“), dann hört Harder einige Zeit nichts mehr von ihm, bis die Abmeldung ins Haus flattert. Dass Kozlik nicht das persönliche Gespräch sucht, missfällt Harder.

Kozlik bestätigt die Version zu einem Teil: „Das hat zum einen zeitliche Gründe. Ich studiere nebenbei, da hat es nicht mehr so oft mit dem Training hingehauen. Es hat außerdem nicht so ganz gepasst von der Mannschaft und vom Fußball. Der Trainer hatte eine etwas andere Vorstellung“, sagt er.

Sein Verhältnis zum Team sei nicht so gewesen, wie er sich das erhofft hatte. Also folgt die Abmeldung. Kozlik betont aber, er habe Harder per Messengerdienst informiert, dennoch: „Ich kann seinen Ärger darüber nachvollziehen, aber es ist einfach alles etwas unglücklich gelaufen“, so Kozlik.

Ähnlich war die Situation auch bei Griskevic. Dieser habe sich zunächst nicht von einem Spiel abgemeldet. „Auf Nachfrage sagte er, er sei verletzt“, so Harder. „Eine Woche später kam dann die Nachricht, dass ihm alles zu viel sei.“ Dann habe er sich per WhatsApp abgemeldet. Kurz danach erhält der Verein auch die Abmeldung Kozliks.

„Ich habe einfach gemerkt, dass ich es zeitlich nicht mehr schaffe“, begründet Griskevic. „Als wegen Corona kein Trainings- und Spielbetrieb stattfand, habe ich kein Fußball gespielt und andere Sachen ausprobiert, auf die ich jetzt mehr Lust bekommen habe.“

Spieler kehren zu Eintracht Werne zurück

Dass er sich nach der Verletzung nicht persönlich abgemeldet hat, bedauert Griskevic. „Ich kann den Ärger verstehen. Sich richtig zu verabschieden, wäre sicher besser gewesen. In dem Moment ging es aber nicht anders.“ Als er wieder fit war, seien zu wenige Leute beim Training gewesen. „Da wollte ich immerhin schnell Bescheid sagen“, so Griskevic.

Beide Spieler kehren zu Eintracht Werne zurück, für dessen Reserve sie spielen wollen. Das lasse sich zeitlich besser mit den restlichen privaten Terminen verbinden.

„Es sind super Jungs, aber das war nicht in Ordnung“, findet Harder. Auch wenn die Situation sehr unglücklich gelaufen ist, wirklich böses Blut gibt es am Ende glücklicherweise nicht. „Pascal ist ein guter Typ und ich wünsche ihm und GS Cappenberg weiterhin alles Gute für die Zukunft“, meint Kozlik. „Sie sind noch jung und lernen da ja vielleicht noch draus“, sagt Harder und ergänzt: „Ich gehe da mit keinen schlechten Gedanken raus.“

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Ist zum Studium ins Ruhrgebiet immigriert - und geblieben. Vielseitig interessiert mit einer Schwäche für Geschichten aus dem Sport, von vor Ort und mit historischem Bezug.
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Matthias Henkel

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