Trainer Reinhard Behlert dürfte mit den 33 Toren seiner Mannschaft zufrieden sein. © Nico Ebmeier
Fußball

Ecke direkt verwandelt: Standardspezialist des SC Capelle will jetzt noch mehr

Einem Spieler des Fußball-B-Ligisten SC Capelle ist ein seltenes Kunststück gelungen, das er zuletzt in der E-Jugend schaffte. Was sagt der Spieler dazu?

Die Offensive beim SC Capelle läuft. 33 Tore in 13 Spielen machen die fünftbeste Offensive der Liga aus. Ein Spieler trägt dazu mit besonders sehenswerten Toren bei und hat in dieser Saison eine neue Stärke entdeckt.

Es läuft die 35. Minute im Spiel zwischen dem Fußball-B-Ligisten SC Capelle und dem SC Gremmendorf. Die Gastgeber bekommen einen Eckball zugesprochen. Patrick Ritz steht an der Eckfahne und legt sich den Ball zurecht. Wenige Sekunden später fällt der Ball ins hintere Toreck zum zwischenzeitlichen 2:0 für Capelle. Ritz hat soeben ein seltenes Kunststück vollbracht. Er hat den Eckball direkt verwandelt.

„Ich würde lügen, wenn ich jetzt sagen würde, dass das extra war“, sagt Ritz nach dem Tor und fügt hinzu: „Die Ecke sollte eigentlich wie immer zwischen den Elfmeterpunkt und den Fünfmeterraum kommen. Da war dann glaube ich auch ziemlich viel Wind dabei. Aber ein bisschen Glück muss ja auch mal dazugehören.“ Er selbst hätte den Ball gar nicht so gut verfolgen können, da ihn die Sonne geblendet habe, erzählt Ritz weiter. Nach dem Tor habe er sich sehr gefreut, denn zuletzt war ihm das in der E-Jugend gelungen.

Patrick Ritz sorgt in dieser Saison mit seinen Standards für Torgefahr.
Patrick Ritz sorgt in dieser Saison mit seinen Standards für Torgefahr. © Jura Weitzel © Jura Weitzel

Der zentrale Mittelfeldspieler war in dieser Saison schon viermal erfolgreich. Alle vier Tore fielen nach Standardsituationen, darunter ein Elfmeter, zwei direkt verwandelte Freistöße und eben das direkte Eckballtor. Ritz ist in dieser Saison sowas wie der Standardexperte des SC Capelle. Eine genaue Erklärung hat er dafür nicht. Denn speziell trainiere er Standards nicht. „Wir trainieren Standards ab und zu mal in der Vorbereitung, aber dann auch nur maximal einmal“, sagt Ritz.

Mehr Tore sollen folgen

Mit seiner Torausbeute ist Ritz in dieser Saison sehr zufrieden: „Ich wüsste nicht, wann ich das letzte Mal vier Tore in einer Saison geschossen habe.“ Dazu hat er aus dem Mittelfeld seinen Stürmer auch schon einige Tore vorgelegt. Dennoch sieht er noch Verbesserungsbedarf bei sich: „Ich habe es in dieser Saison noch nicht geschafft, ein Tor aus dem Spiel zu machen. Den direkten Abschluss aus dem Spiel muss ich also noch trainieren. Ich hoffe, dass ich noch mehr Tore schießen werde.“

Schon am Sonntag (14.15 Uhr, Gorfeldstraße, Capelle) im Duell mit Polonia Münster kann Patrick Ritz seine neu entdeckte Qualität wieder unter Beweis stellen.

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