Mit diesen Plakaten wird im Schwerter Wald nach einer Vermissten gesucht. © Heiko Mühlbauer
Polizei

„Wer hat sie wo und wann gesehen?“ Das steckt hinter den Plakaten im Schwerter Wald

An etlichen Bäumen im Schwerter Wald hängen Plakate mit dem Bild einer vermissten Frau. Doch wird überhaupt eine Frau vermisst? Die Geschichte dahinter kennt die Dortmunder Polizei.

Am Eingang zum Biergarten, vor dem Kletterwald und weiter im Schwerter Wald hängen die Zettel: In DIN A4-Format, schwarz-weiß und in einer Klarsichthülle vor Wind und Wetter geschützt: „Vermisst, wer hat sie wo und wann gesehen“, steht auf den Plakaten. Zu sehen ist eine Frau mit dunklen Haaren und einer getönten Brille. Darunter eine Telefonnummer.

Obwohl die „Suchplakate“ offensichtlich mit einem Kopierer selbstgemacht sind, gehört die Telefonnummer darunter zur Dortmunder Polizei. Die kennt auch die Geschichte hinter der Suche.

Frau wurde am 27. März vermisst gemeldet

Am 28. März hatte die Polizei eine Vermisstensuche herausgegeben. Gesucht wurde eine seit Samstag, 27. März, gegen 22 Uhr aus einem Krankenhaus in Aplerbeck verschwundene 62-jährige Frau. Die Vermisste sei laut medizinischem Personal desorientiert und man mache sich Sorgen um die Frau. Das machten sich offensichtlich auch Angehörige, die mit den Zetteln die Suche unterstützen wollten.

Die war übrigens bereits am 2. April erfolgreich. Einen Tag später meldete die Polizei: „Die seit dem 27. März vermisste 62-jährige Dortmunderin ist wieder da. Wie unter der Lfd. Nr.: 0338 berichtet, hatte sie am Samstagabend ein Krankenhaus in Dortmund-Aplerbeck verlassen und war seitdem vermisst. Die Dortmunderin befindet sich nun seit Freitag (2. April) wieder in ärztlicher Behandlung.“

Die Zettel mit dem Suchaufruf, an den Bäumen im Schwerter Wald aber blieben hängen.

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Redaktion Schwerte
Ist mit Überzeugung Lokaljournalist. Denn wirklich wichtige Geschichten beginnen mit den Menschen vor Ort und enden auch dort. Seit 2007 leitet er die Redaktion in Schwerte.
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Heiko Mühlbauer
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