Sanierung

Viel Geld vom Land für das Dach der Viktorkirche

Plastikeimer stehen im Dachstuhl von Schwertes ältester Kirche, um Regenwasser aufzufangen. Das Schieferdach muss nach 100 Jahren neu gedeckt werden. Jetzt kommt Hilfe vom Land.
Das Dach der Viktorkirche ist mittlerweile derart undicht, dass unter dem Gebälk Plastikeimer aufgestellt werden müssen, um durchsickerndes Regenwasser aufzufangen. © Daniel Groß/Vierzehn05

400.000 Euro stellt das Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes Nordrhein-Westfalen für die Sanierung des Schieferdachs der Viktorkirche zur Verfügung.

Das Dach muss nach 100 Jahren komplett neu mit Schiefer eingedeckt werden, und ein Teil der Unterkonstruktion ist ebenfalls nicht mehr zu retten. Mit der Förderung allein kann die Dachsanierung aber noch nicht gestemmt werden. Sie kostet insgesamt 1,2 Millionen Euro.

Ermutigende Botschaft zum Osterfest

Bei Presbyterium der evangelischen Kirchengemeinde herrschte dennoch Freude: „Mitten im Lockdown mit seinen Einschränkungen des kirchlichen Lebens ist das eine schöne, ermutigende Botschaft zum Osterfest“, freut sich Pfarrer Klaus Johanning, Vorsitzender des Presbyteriums.

Ministerin Ina Scharrenbach war am 5. März angereist und machte sich persönlich vor Ort ein Bild. Baukirchmeister Wilfried Feldmann und Architekt Christoph Harder erläuterten die Dringlichkeit der Renovierungsmaßnahmen und Finanzkirchmeister Ulrich Groth wies auf die prekäre Lage der Gemeinde hinsichtlich der immensen Gesamtkosten von insgesamt ca. 1,9 Millionen Euro – davon 1,2 Millionen allein für die Dachsanierung – hin.

Kirche ist mehr als nur ein Wahrzeichen der Stadt

Auch Bürgermeister Dimitrios Axourgos betonte, dass St. Viktor für die Stadt Schwerte und deren neu geplante Mitte mehr als nur ein Wahrzeichen sei. „St. Viktor, das ist die Schwerter Mitte“, so brachte es jemand auf den Punkt. Die Ministerin zeigte sich beeindruckt von den zahlreichen Kunstschätzen der Kirche, von denen sie sich im Zuge einer kurzen Führung ein Bild machen konnte und versprach baldige Hilfe.

Die kam dann in Form des Förderbescheids, der die Gemeinde in die Lage versetzt, die Sanierung zu stemmen. Die Gemeinde hatte auch einen Antrag beim Bund auf Fördermittel gestellt. Fest steht, dass die Gemeinde die Hälfte der Sanierungskosten selbst aufbringen muss.

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