Pflanzaktion in Holzen: Bürgermeister Dimitrios Axourgos machte sich ein Bild von den Arbeiten. Links ist der Klimaschutzbeauftragte Florian Hübner. © Stadt Schwerte/Ingo Rous
Umweltschutz

Stadt Schwerte und Bürger teilen sich Kosten für drei Kaiserlinden in Holzen

Jederzeit können sich Menschen aus Schwerte mit der Stadt in Verbindung setzen, um einen neuen Baum zu pflanzen. Die Kosten werden geteilt. Drei Kaiserlinden sind das jüngste Ergebnis dieses Umwelt-Projekts.

In Zusammenarbeit mit dem Verein „Stadtklima“ wurden jetzt im Rahmen des Projektes „100 Bäume sind auch ein Wald“ in Holzen drei Kaiserlinden gepflanzt. Zwei Hopfenbuchen kommen direkt vom Baubetriebshof der Stadt Schwerte.

Stadt und Bürger teilen sich Kosten

Im Aktionsprogramm „100 Bäume sind auch ein Wald“ können sich Menschen aus Schwerte mit der Stadt in Verbindung setzen, wenn sie einen Baum nach Abstimmung mit dem Klimaschutzbeauftragten der Stadt, Florian Hübner, auf einem städtischen Grundstück pflanzen wollen.

Stadt und Bürger teilen sich die Kosten. 10.000 Euro stehen dafür Jahr für Jahr im städtischen Haushalt zur Verfügung. In diesem Jahr haben sechs Bürger insgesamt neun Bäume gepflanzt, zuletzt die drei Kaiserlinden durch den Verein „Stadtklima“ mit seinem Vorsitzenden Rolf von Lünen an der Spitze.

Auch Bürgermeister Dimitrios Axourgos wohnte der Pflanzaktion bei. „Ich finde es wichtig, dass die Aktion zum Ende des Jahres noch einmal Fahrt aufgenommen hat“, sagt Axourgos. Besonders freue es ihn, dass Mitarbeiter des Baubetriebshofs außerhalb des Programms zwei Hopfenbuchen gepflanzt haben und so mit einem guten Beispiel vorangegangen seien. Im vergangenen Jahr hatte der Baubetriebshof schon 32 andere Bäume eigenständig gepflanzt.

Größere Ziele für das nächste Jahr

„Wir möchten im nächsten Jahr noch mehr Menschen dazu bewegen, das Aktionsprogramm zu nutzen und peilen 20 Bäume als Ziel an“, sagt Florian Hübner. Dabei möchte die Stadt auf klimatisch angepasste Zukunftsbäume bei Neuanpflanzungen setzen, um so die vielen positiven Effekte von Bäumen für den Klimaschutz und die Klimaanpassung nutzen zu können.

Dazu gehören die Aufnahme von CO2, Sauerstoffproduktion, Feinstaubbindung, Abkühlungseffekte durch Verdunstung und Verschattung oder Verhinderung von Bodenerosion. „Wichtig ist dabei zudem, unterschiedliche Baumarten zur Steigerung der Biodiversität zu verwenden“, erklärt Florian Hübner. In diesem Jahr wurden Feldahorn, Pflaumendorn, Spitzahorn, Amberbaum und Kaiserlinden gesetzt.

Über den Autor
Freier Mitarbeiter
Student für Sozialwissenschaft und Philosophie – gebürtiger Schwerter und Wahl-Dortmunder. Immer interessiert an Menschen aus dem Ruhrgebiet und ihren Geschichten.
Zur Autorenseite
Felix Mühlbauer
Lesen Sie jetzt