Als Beweismittel sichergestellt hat die Polizei das Protestbanner gegen einen „Sexparkplatz" für Schwule, das Unbekannte an der Ruhrtalstraße aufgehängt hatten. © Reinhard Schmitz
Polizei in Schwerte

Schwulen-Hasser wurden bei ihrer Tat am „Sexparkplatz“ beobachtet

Die Polizei hat eine erste Spur zu den Tätern, die unzählige Nägel auf dem „Sexparkplatz“ an der Ruhrtalstraße ausgelegt und das Banner aufgehängt haben. Die Ermittler suchen weitere Zeugen.

Die Schwulen-Hasser vom Wanderparkplatz an der Ruhrtalstraße blieben nicht unbemerkt. Die Täter wurden gesehen, als sie das schwarze Transparent mit der Aufschrift „Gegen Sexparkplatz“ für Homosexuelle zwischen zwei Bäumen vor der Zufahrt anbrachten. „Zeugen haben am Sonntag, 10. Januar, gegen 20.30 Uhr eine Personengruppe beobachtet“, berichtet Christian Stein, Pressesprecher der Kreispolizeibehörde Unna. Es habe sich um sechs bis acht Personen gehandelt, die dunkel gekleidet waren. Ihr Alter wurde auf etwa 18 bis 20 Jahre alt geschätzt: „Sie waren mit zwei Fahrzeugen vor Ort.“

Ermittelt wird wegen gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr

Die Polizei geht davon aus, dass dieselben Täter auch für die Nagelfallen auf dem Parkplatz verantwortlich sind. Deswegen wurde ein Ermittlungsverfahren wegen gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr eingeleitet. „Man darf keine Nägel auslegen“, sagt Christian Stein. Das sei sehr gefährlich und nach Überzeugung der Polizei gezielt geschehen.

Polizei sucht weitere Zeugen

Die Ermittlungen hat das Verkehrskommissariat in Schwerte aufgenommen. Das „Sexparkplatz“-Plakat und Dutzende von Nägeln, die auf dem Gelände verstreut worden waren, sind sichergestellt worden. Die Polizei sucht weitere Zeugen und fragt: „Wer hat die Personengruppe dort ebenfalls gesehen?“ Hinweise werden erbeten an die Wache Schwerte, Tel. (02304) 921-3320.

Über den Autor
Redaktion Schwerte
Reinhard Schmitz, in Schwerte geboren, schrieb und fotografierte schon während des Studiums für die Ruhr Nachrichten. Seit 1991 ist er als Redakteur in seiner Heimatstadt im Einsatz und begeistert, dass es dort immer noch Neues zu entdecken gibt.
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