Das Testzentrum am Elsebad mit Zwei-Schlangen-System für Personen mit Termin und für Spontantestungen. © DLRG
Coronavirus

Schnelltests in Schwerte: Testzentrum am Elsebad liefert überraschende Zwischenbilanz

Der Betrieb in den Schwerter Testzentren läuft auf Hochtouren. Unter den Ergebnissen seien schon asymptomatisch Positive gewesen. Und nach knapp zwei Wochen zieht auch das Elsebad eine erste Bilanz.

Seit dem 8. März können sich Bürgerinnen und Bürgern mindestens einmal pro Woche kostenlos auf Corona testen lassen. Dieser Test wird aktuell unter anderem für Termine in Geschäften vor Ort benötigt. Um dem Andrang auf Testungen gerecht zu werden, gibt es auch in Schwerte inzwischen einige Zentren und Apotheken, die Bürgertestungen anbieten.

Eine erste Bilanz nach knapp zwei Wochen Betrieb zieht Apotheker Carsten Schumacher, der das Testzentrum an der Bahnhofstraße eröffnet hat: „Wir sind gut ausgelastet und auch die Testungen ohne Termin klappen organisatorisch gut.“ Positiv Getestete habe es in der Zeit noch recht wenige gegeben – „wir hatten aber auch schon asymptomatisch Positive.“

Personen mit einem positiven Schnelltest werden zum PCR-Test weiterverwiesen an einen Hausarzt oder das Gesundheitsamt des Kreises.

Vorteil eines gemischten Systems

Das gemischte System (mit und ohne Termin) hat laut Schumacher einen enormen Vorteil: Dadurch werde viel mehr Rücksicht auch auf ältere Menschen genommen. „Die haben zum Teil keinen Computer, das ist schwierig mit der Terminbuchung.“

So gibt es im Testzentrum drei Kabinen, zwei davon für Terminbuchungen, eine für die spontanen Testungen. Das klappe gut bisher, dennoch gibt Schumacher zu bedenken, dass die Kapazitäten im Kreis allgemein viel zu gering seien. „Alle geben ihr Bestes, klar, aber dadurch, dass jede Person theoretisch einmal die Woche zur Testung kommen kann, reicht das vorn und hinten nicht.“ Er sei deshalb froh, dass noch weitere Testzentren entstehen.

Auch das DLRG-Testzentrum am Elsebad ist bereits seit knapp zwei Wochen in Betrieb – und kann eine überraschende Bilanz ziehen. „Wir hatten in all der Zeit noch keinen einzigen positiv Getesteten“, sagt DLRG-Geschäftsführer Marcel Mitze. Allgemein laufe der Betrieb gut: Die Auslastung sei hoch, die Termine vorgebucht mit wenigen Absagen.

Niemand wird weggeschickt

„Wir haben aber auch ein System ohne Termine, da wird niemand weggeschickt“, so Mitze. Es gibt für die „Abfertigung“ ein Zwei-Schlangen-System – eine Schlange für Termine, eine für spontane Testungen. „Leute ohne Termine werden zwischen den Termintestungen eingeschoben.“ So kommt man auf Wartezeiten zwischen null und zehn Minuten, wobei es zu Ostern zum Teil auch eine halbe Stunde gedauert habe. „Das war aufgrund der Feiertage natürlich ein großer Ansturm.“

Derzeit arbeitet in dem Testzentrum am Elsebad ein Team von fast 30 Personen, zum Großteil Trainer, die normalerweise im Bad die Schwimmausbildung geben würden. „Aber auch Leute aus der Bevölkerung wollen helfen“, sagt Mitze. Die DLRG will jedoch beim derzeitigen Pensum bleiben und weiterhin die arbeitnehmerfreundlichen Zeiten anbieten.

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Obwohl nicht in Dortmund geboren, bin ich doch eng mit dieser Perle des Ruhrpotts verbunden. Eine Stadt durch die Augen eines Journalisten kennenzulernen, das fasziniert mich. Seit Oktober 2017 arbeite ich für die Ruhrnachrichten und bin seit April 2020 Volontärin.
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