Radschnellweg

Radschnellweg: CDU fordert bessere Verbindung für Radfahrer nach Ergste

Mehr und bessere Fahrradwege für Schwerte sind seit vielen Jahren ein Diskussionsthema in der Ruhrstadt. Doch durch die Pandemie ist Bewegung in die Sache gekommen.
Die Radwege in Schwerte sind in den Augen der CDU-Ratsfraktion nicht ausreichend ausgebaut. Deshalb setzt sich die CDU für den Bau eines Radschnellweges ein. © Foto: Manuela Schwerte

In der Corona-Pandemie hat sich einiges geändert. Zum Beispiel das Mobilitätsverhalten vieler Deutscher. Viele Menschen sind auf Fahrräder umgestiegen und dabei vor allem auf E-Bikes.

Und diese Menschen mussten bemerken, dass das Radwegenetz in Schwerte noch nicht voll ausgereift ist. Außerdem sind die Ansprüche an Radwege gestiegen. Moderne E-Bikes erreichen entspannt etwa 25 km/h.

Deshalb sollten die Radler von den Fußgängern getrennt werden. Am Ruhrtalradweg beispielsweise gibt es Beschwerden über zu schnelle Radfahrer. Diese Entwicklungen haben die Schwerter CDU jetzt dazu gebracht, sich zum Anwalt der Radfahrer zu machen.

Nächste Sitzung des Umweltausschuss

Die Ratsfraktion hat sich dazu entschieden, einen Antrag einzubringen in die nächste Sitzung des Ausschusses für Umwelt, Klima und Mobilität am Dienstag (14.11.).

„Die Nutzung des Rades als Verkehrsmittel wird aufgrund des sich verändernden Mobilitätsverhaltens auch weiterhin ansteigen, insbesondere auch dadurch, dass jüngere Menschen immer weniger ein eigenes Auto besitzen“, schreibt Marco Kordt, Fraktionsvorsitzender der CDU, in dem Antrag.

Diese Zunahme des Radverkehrs gelte es seitens der Politik zu fördern, da das Fahrrad als sogenanntes Zero-Emission-Fahrzeug einen wichtigen Beitrag zur Reduktion der CO2-Emissionen leiste.

Mehrwert für die Lebensqualität

Deshalb soll mit dem Antrag die Verwaltung dazu aufgefordert werden, die Umsetzbarkeit eines Radschnellweges zwischen Ergste und der Stadtmitte zu prüfen.

„Der geräuscharme Radverkehr bringt auch einen Mehrwert für die Lebensqualität der innerstädtischen Bürger“, erklärt Marco Kordt weiter in dem Antrag.

Die Veränderung der Mobilität werde in Schwerte durch die unvollständig und schlecht ausgebauten Radwege aber bislang ausgebremst, so Kordt. Ein Radschnellweg könnte es Radfahrerinnen und Radfahrern zu den Stoßzeiten ermöglichen, schneller ans Ziel zu gelangen.

CO2-Einsparungen möglich

Marco Kordt rechnet vor: Beim Bau eines Radschnellweges zwischen Ergste/Villigst und der Schwerter Innenstadt käme es zu einer geschätzten jährlichen CO2-Einsparung von 64 Tonnen und somit einer jährlichen Kostenersparnis für die Allgemeinheit von rund 41.000 Euro.

Beim ADFC in Schwerte ist der Antrag der CDU bereits angekommen und freudig begrüßt worden. „Das ist eine Idee, über die man sich nur freuen kann“, sagt ADFC-Sprecherin Monika Rosenthal.

Sie sieht aber auch, dass die Idee des Radschnellweges einen Haken hat: „Dieser Radweg muss über die Ruhtalbrücke verlaufen, das wird eng.“ Aber, so sagt sie: „Das ist ein Problem, das Stadtentwickler lösen können.“

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