In der Corona-Krise sind es nur 12 von rund 500 städtischen Mitarbeitern, die regelmäßig im Homeoffice arbeiten. (Symbolbild) © picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild
Corona-Krise

Nur 12 von 500 städtischen Mitarbeitern arbeiten in Schwerte regelmäßig im Homeoffice

Das Arbeiten im Homeoffice hat sich in der Corona-Krise in vielen Branchen durchgesetzt. Die Zahlen, die die Stadt Schwerte jetzt bekannt gegeben hat, überraschen.

Seit 2013 unterstützt die Stadt Schwerte nach eigenen Angaben Mitarbeiter, die von zuhause aus arbeiten möchten. Trotzdem sind es in der Corona-Krise nur 12 von rund 500 städtischen Mitarbeitern, die regelmäßig im Homeoffice arbeiten. Das berichtet die Stadt Schwerte auf Anfrage.

Laut Stadtsprecher Ingo Rous hat das vor allem zwei Gründe: Homeoffice-Plätze können nur für Mitarbeiter eingerichtet werden, die überhaupt einen PC-Arbeitsplatz haben. Und Mitarbeiter, die einen Arbeitsplatz mit Kundenverkehr haben, zum Beispiel bei den Bürgerdiensten und dem Standesamt.

Homeoffice oder Telearbeit

Allerdings arbeiten die zwölf Mitarbeiter, denen die Stadt Schwerte mobile Endgeräte zur Verfügung stellt, nicht an jedem Tag im Homeoffice, so Ingo Rous. Wenn sie Zugriff auf Akten benötigen, die noch nicht digitalisiert sind, müssen sie wohl oder übel ins reguläre Büro kommen.

Benachbarte Verwaltungen gehen mit dem Thema Homeoffice unterschiedlich um. Bei der Kreisverwaltung Unna spricht man nicht von Homeoffice, sondern von Telearbeit. Der Begriff umreißt flexible Arbeitsmöglichkeiten außerhalb des eigentlichen Büros.

Präsenzpflicht ist das Hindernis

Momentan machen beim Kreis Unna 60 Mitarbeiter Telearbeit. Seit März 2020 wurden Telearbeitsplätze für 345 Mitarbeiter geschaffen, das ist laut einer Kreis-Sprecherin knapp ein Drittel aller Mitarbeiter.

Die Stadt Unna kann keine Zahlen zur Homeoffice-Quote nennen, sagt aber, dass alle Mitarbeiter, die nicht in einem Bereich mit Präsenzpflicht wie Rettungsdienste, wie Müllabfuhr, Volkshochschule oder Bücherei arbeiten, so ausgestattet wurden, dass sie jederzeit online von zuhause aus arbeiten können.

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Freier Mitarbeiter
Holger Bergmann ist seit 1994 als freier Mitarbeiter für die Ruhr Nachrichten im Dortmunder Westen unterweg und wird immer wieder aufs neue davon überrascht, wieviele spannende Geschichten direkt in der Nachbarschaft schlummern.
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