Demo der Linken in Schwerte: „Der Normalverdiener zahlt, die Bonzen kassieren“

Redakteurin
Karl-Heinz Schimpf (Linke)
Die Kundgebung auf dem Postplatz soll nur der erste Aufschlag gewesen sein. Im Herbst sollen weitere Aktionen der Linken folgen, kündigt Karl-Heinz Schimpf an. © Irina Höfken
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Leuchtend rot strahlt das Zelt der Schwerter Linken auf dem Postplatz. Die Stimme von Vorstandsmitglied Peter Weyers hallt erst verhalten, dann laut über den Platz.

Die Partei hat am Mittwoch (31.8.) zu einer Kundgebung aufgerufen. Das Motto steht in großen Lettern auf dem Transparent: „Die Reichen müssen für die Krisen zahlen“.

Kundgebung auf dem Postplatz: „Stetiger Protest hilft“

Das Ziel: Die Umverteilung von oben nach unten. „Der Normalverdiener zahlt, die Bonzen kassieren. Es muss Schluss sein mit der Umverteilung von unten nach oben“, sagt Weyers im Gespräch mit unserer Redaktion. Es gehe darum, der Frage nachzugehen, wer die Lasten von Gaspreiserhöhung und Inflation tragen muss, ergänzt Karl-Heinz Schimpf. Und das seien die Armen und die Mittelschicht. „Unsere Hoffnung ist, dass sich viele Menschen gegen diese Politik wehren.“

Peter Weyers (Linke)
Peter Weyers der Schwerter Linke bei der Kundgebung auf dem Postplatz: „Ich glaube schon, dass stetiger Protest hilft.“ © Irina Höfken

Mit etwa 40 bis 50 Teilnehmenden haben die Veranstalter der Kundgebung gerechnet. Etwa die Hälfte hat sich auf dem Postplatz vor dem Transparent „Bei diesen Energiepreisen geht bei uns kein Licht an!“ eingefunden. „Ich glaube schon, dass stetiger Protest hilft“, sagt Weyers. Und Schimpf betont, dass es sich um einen ersten Aufschlag gehandelt habe. Im Herbst sollen weitere Aktionen folgen.

„Bei diesen Energiepreisen geht bei uns kein Licht an!“ steht auf dem großen Transparent der Schwerter Linken.
„Bei diesen Energiepreisen geht bei uns kein Licht an!“ – Die Linken in Schwerte finden, dass die Preissteigerungen sozial nicht gerecht abgefedert werden. © Irina Höfken

Die Forderungen, die die Linke aufstellen, reichen von der Übergewinnsteuer, der Erhöhung der Hartz4-Regelsätze und einer Erhöhung des Spitzensteuersatzes für alle mit einem Jahreseinkommen von über 76.000 Euro bis hin zur Energiepauschale für Rentner.