So viele Raketen werden in Schwerte an diesem Silvester wohl nicht gezündet. © BERND PAULITSCHKE
Silvesternacht

Kontrollen in der Silvesternacht: Stadt will sich auf private Partys konzentrieren

Für Feuerwerkskörper gilt in diesem Jahr ein Verkaufsverbot. Manche Städte haben die Regelung auf ein Böller-Verbot ausgeweitet. Schwerte verzichtet und will dennoch verstärkt kontrollieren.

Der Verkauf von Feuerwerkskörpern ist diesem Jahr in Deutschland verboten. Da durch ein Verkaufsverbot das Zünden der Feuerwerkskörper erlaubt bleibt, entschieden sich Städte wie Köln und Bonn dafür, die Maßnahmen auf ein Böllerverbot an öffentlichen Plätzen auszuweiten.

Appell an die Bürger

Die Stadt Schwerte sieht für eine solche Verschärfung der Silvester-Regeln allerdings keinen Grund. „Die Stadt Schwerte appelliert an alle Bürger sich an die geltenden Corona-Maßnahmen zu halten“, so Stadt-Pressesprecher Ingo Rous. Da das Verkaufsverbot für ganz Deutschland gelte, sollten die bestehenden Maßnahmen ausreichen. Große öffentliche Plätze, die zum Risiko werden können, habe Schwerte im Vergleich zu Köln ohnehin nicht.

Bei ihren Kontrollen in der Silvester-Nacht will sich die Stadt vor allem auf private Partys konzentrieren, die gegen die Auflagen verstoßen. „Der kommunale Ordnungsdienst wird in der Silvester-Nacht verstärkt kontrollieren und ahnden wo es Verstöße gibt“, berichtet Rous.

Wer an Silvester oder zu anderen Anlässen eine private Party veranstaltet, muss mit einem Bußgeld zwischen 500 und 2500 Euro rechnen. Für Gäste einer solchen Veranstaltung werden zudem 250 Euro pro Kopf fällig. Die Regel gilt: Ein Haushalt aus zwei Personen, kann maximal mit drei weiteren Leuten eine kleine gemeinsame Silvester-Party feiern – sofern diese ebenfalls aus nur einem Hausstand kommen.

Über den Autor
Freier Mitarbeiter
Student für Sozialwissenschaft und Philosophie – gebürtiger Schwerter und Wahl-Dortmunder. Immer interessiert an Menschen aus dem Ruhrgebiet und ihren Geschichten.
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Felix Mühlbauer
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