Die Geschwister Ani (15) und Hristina (13) sind Jungstudentinnen der Universität für Musik und darstellende Kunst in Wien. © Martin Schreckenschläger
Ruhrstadtorchester

Junge Violinistinnen begeistern beim Young Artists Festival in St. Viktor

Das Ruhrstadtorchester hat sich der Förderung junger Musiker verpflichtet. So sind die Violinistinnen, die beim Young Artists Festival in St. Viktor das Publikum begeisterten, erst 13 und 15 Jahre alt.

Das Ruhrstadtorchester unter Leitung von Claus Eickhoff hat sich der Förderung junger Musiker verpflichtet. In dieser Tradition stand auch das Young Artists Festival am Sonntag in St. Viktor.

Erneut erforderten AHA-Regeln eine zweite Aufführung, um dem Publikumsinteresse gerecht zu werden. Aber das waren nicht die einzigen Widrigkeiten: Der Ausfall des jungen Pianisten Luis Benedikt Alfsmann machte Programmänderungen erforderlich.

Die Vielfalt der Epochen

Mit Robert Volkmann und Franz Xaver Richter hatte Eickhoff auf weniger bekannte Komponisten gesetzt. Mit der Serenade Nr.1 des Meißeners Volkmann eröffnete das Orchester die Vielfalt der Epochen. Mit seinem melancholisch schwelgenden Andante von 1869 hatten die Musiker an ihren Einzelpulten einen guten Start.

Das Ruhrstadtorchester unter Leitung von Claus Eickhoff. © Martin Schreckenschläger © Martin Schreckenschläger

Richters Adagio und Fuge aus einer Sinfonie von 1760 schlossen sich an. Getragen zunächst, dann in kraftvollem Spiel mit dunklen Tiefen, jubelnden Höhen wirbelten die Streicherstimmen zu lang gehaltenen Horntönen.

Ein Doppelkonzert mit Alfsmann und der Flötistin Samira Magdalena Weber wird in einem späteren Konzert nachgeholt. Weber übernahm dafür die Stimme der Soloflöte im Orchester. Hindemith-Schüler Harald Genzmer blieb trotzdem auf dem Programm.

Gewaltigen Klang entfalteten Orchester und Solistinnen

Anstelle des Doppelkonzertes spielte das Orchester seine Sinfonietta für Streichorchester von 1953. In russischen Anklängen sich aufbäumend, dann strahlend und licht agierte das RSO, bewies Können in der Paarung von Weichheit und Dissonanzen. Rasch wirbelnde Reigen mit dunklem Pizzicato, dröhnenden Bogenstrichen, erinnerten an das Treiben von Trollen. Grieg ließ grüßen!

Die Geschwister Ani und Hristina Panova begeisterten das Publikum mit Bach. © Martin Schreckenschläger © Martin Schreckenschläger

Die Geschwister Ani (15) und Hristina (13) Panova begeisterten das Publikum mit Bach. Gewaltigen Klang entfalteten Orchester und Solistinnen im Vivace. Mit wohlgesetzten Strichen kosteten sie auf ihren kostbaren Violinen bei dieser süßlichen Musik die Bogenlängen aus. Mit Nachdruck stürzten sich die Jungstudentinnen der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien ins sehr rasche, fugenhafte Allegro dieses um 1718 entstandenen Konzertes.

Als Zugabe hatten die Bulgarinnen eine Passage aus dem Kopfsatz der Sonate für zwei Violinen a-Moll des Belgiers Eugène Ysaÿe ausgesucht, sorgten erneut für große Begeisterung. Mit einer Sinfonie des 18-jährigen Mozart von 1774 rundete das Orchester sein Programm ab.

Konzert zu Allerheiligen

  • Astor Piazzolla zum 100. Geburtstag gratuliert das Ruhrstadtorchester zu Allerheiligen. Eine große Komposition von Sabine Thielmann sowie Werke bekannter und unbekannter Komponisten stehen auf dem Programm.
  • Konzert am Montag, 1. November, um 17.30 Uhr (ggf. zusätzlich auch 15 Uhr) in der Rohrmeisterei. Infos zu Preisen und Vorverkauf auf ruhrstadt-orchester.de
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