Schnuppertauchen mit den „River Divers“: An das Schwimmen und Tauchen mit der Ausrüstung müssen sich Alina (l.), Mian (r.) und Moritz (hinten) erst gewöhnen. © Martina Niehaus
Tauchkurse

Im Video: Tauchen mit den „River Divers“ – so ganz anders als das Luftanhalten in der Badewanne

In den Ferien haben die „River Divers“ Tauchkurse zum Schnuppern angeboten – ein Termin ist noch offen. Kinder müssen dabei vergessen, was sie früher in der Badewanne gelernt haben. Das Luftanhalten zum Beispiel...

Ein bisschen aufgeregt ist Mian schon: Der Neunjährige darf heute zum ersten Mal tauchen. Zusammen mit seiner Schwester Alina (12) nimmt er am Schnupperkurs der „River Divers Schwerte“ teil.

Mitgebracht hat Mian eine Taucherbrille und eigene Badeflossen. „Schnorcheln kann ich schon ganz gut, das habe ich im Urlaub schon öfter gemacht“, erzählt er.

Vor dem Tauchen kommt die Theorie

Aber so richtig untertauchen – das ist etwas Neues. Und deshalb gibt es auch einen kurzen Theorie-Teil, bevor es ins Wasser geht. Im Schwerter Stadtbad sind an diesem Tag die Tauchlehrer Kai Neumann, Waldemar Kornek und Marküs Kosmalski dabei.

Ein bisschen Theorie gehört anfangs dazu. Doch die Kinder sind geduldig.
Ein bisschen Theorie gehört anfangs dazu. Doch die Kinder sind geduldig. © Martina Niehaus © Martina Niehaus

Während Marküs Kosmalski mit den drei Kindern – Mian, Alina und Moritz (11) – eine halbe Stunde lang über Ausrüstung und Sicherheitsregeln spricht, bereiten die anderen Lehrer am Beckenrand des großen Sprungbeckens alles vor.

Reifen, Bälle und Mini-Raketen kommen ins Becken

Kai Neumann hat dazu seine eigenen Kinder mitgebracht: Laura und Maximilian, beide 17, sind Zwillinge – und begeisterte Taucher. „Wir haben das Tauchen bei Papa gelernt. Und helfen gerne bei den Tauchkursen mit“, erzählt Laura.

Beide sind mittlerweile versierte Taucher – als „River Divers“, also Flusstaucher, sind sie mit ihrem Vater und Vereinsmitgliedern in Möhne, Sorpe und Henne unterwegs. Da ist es dann allerdings mit knapp 7 Grad Wassertemperatur ziemlich frisch. Oder sie erproben sich im Indoor-Tauchcenter – dem Dive4Life in Siegburg zum Beispiel.

Laura Neumann (17) hat selbst bei ihrem Vater das Tauchen gelernt. Sie hilft bei den Tauchkursen mit.
Laura Neumann (17) hat selbst bei ihrem Vater das Tauchen gelernt. Sie hilft bei den Tauchkursen mit. © Martina Niehaus © Martina Niehaus

Zusammen mit ihrem Bruder versenkt Laura Neumann Tauchspielzeuge im vier Meter tiefen Becken. Hoola-Hoop-Reifen werden an Gewichten ins Wasser geworfen, sodass sie unter Wasser hochkant stehen. Auch Bälle und Mini-Raketen, die man sich unter Wasser zuwerfen kann, kommen ins Becken.

Das „Jacket“ mit der Sauerstoffflasche gehört dazu

Dann kommen die kleinen Tauchschüler ins Bad. Mian zeigt stolz seine Badeflossen – und ist ein wenig überrascht, dass der Tauchlehrer ihm dann doch größere Flossen aus dem Fundus des Vereins anbietet. Die sind ungefähr einen halben Meter lang – und ganz schön kompliziert anzuziehen. Doch nach ein paar Versuchen klappt es.

Der neunjährige Mian zieht die Flossen am Beckenrand an. Dann kann es losgehen.
Der neunjährige Mian zieht die Flossen am Beckenrand an. Dann kann es losgehen. © Martina Niehaus © Martina Niehaus

Auch das sogenannte Jacket, an dem die Sauerstoffflasche befestigt ist, ziehen die Kinder mit Hilfe ihrer Lehrer an. Und dann geht es los: Mit den Kindertauchlehrern direkt neben sich, schwimmen die Kinder ihre ersten Runden durchs Becken. Mit dem Kopf unter Wasser, aber noch an der Oberfläche.

Nase zu und Luft anhalten? Von wegen!

„Man muss sich erst an die Atemtechnik gewöhnen“, erklärt Kai Neumann. „Im Prinzip muss man nämlich alles vergessen, was man als Kind gelernt hat.“ Denn wer in der Badewanne oder im Schwimmkurs taucht, holt tief Luft, hält sie an – und hält sich bestenfalls noch die Nase zu.

Beim ersten Anlegen der Tauchausrüstung helfen die Tauchlehrer.
Beim ersten Anlegen der Tauchausrüstung helfen die Tauchlehrer. © Martina Niehaus © Martina Niehaus

„Man atmet durch die Nase ein und durch den Mund aus, sonst beschlägt die Brille“, erklärt Neumann. Außerdem muss man gleichmäßig und flach atmen. „Sonst geht man unter Wasser auf und ab wie ein Fahrstuhl“, lacht der Tauchlehrer.

„Kann ich jetzt durch die Ringe?“

Mian ist offenbar ein kleines Naturtalent. Mit der Atemtechnik hat er keine Probleme – und schon beim zweiten Tauchversuch möchte er bis auf den Beckenboden hinunter. Auch seine Schwester Alina und der elfjährige Moritz machen ihre Sache gut: Niemand gerät in Panik, und die Tauchlehrer klatschen ihre Schüler zufrieden ab.

Mian (9) möchte am liebsten direkt durch die Ringe tauchen, die am Beckenboden aufgetaucht sind.
Mian (9) möchte am liebsten direkt durch die Ringe tauchen, die am Beckenboden aufgetaucht sind. © Martina Niehaus © Martina Niehaus

Nur einmal kurz nimmt der Neunjährige zwischendurch das Mundstück nach dem Auftauchen heraus. „Kann ich jetzt durch die Ringe tauchen?“, fragt er. Na klar darf er. Und ist wenige Sekunden später wieder abgetaucht.

Schnuppertauchen der River Divers

  • Das Tauchtraining hat jeden Dienstagnachmittag in den Ferien stattgefunden. Ein Termin ist noch offen: Dienstag, der 10. August.
  • Die Kosten für eine Einheit „Schnuppertauchen“ betragen 19 Euro.
Über die Autorin
Redakteurin
Begegnungen mit interessanten Menschen und ganz nah dran sein an spannenden Geschichten: Das macht für mich Lokaljournalismus aus.
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Martina Niehaus

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