Diakonie Schwerte

Häusliche Gewalt an Weihnachten: Was tun, damit die stille Nacht nicht eskaliert?

Weihnachten gilt als friedvolle Zeit. Die Festtage können aber auch zu Streit und Gewalt innerhalb der Familie führen – durch zu viel Nähe, wenig Ablenkung. Die Diakonie gibt Tipps zur Deeskalation.
Das Team der Beratungsstelle für Kinder, Jugendliche und Erwachsene der Diakonie Schwerte.
Das Team der Beratungsstelle für Kinder, Jugendliche und Erwachsene der Diakonie Schwerte. © Diakonie Schwerte

Weihnachten ist für die meisten Menschen eine schöne und friedvolle Zeit mit erwartungsvoller Spannung auf schöne Überraschungen unter dem Christbaum, mit Plätzchenduft und Weihnachtsmärkten. Leider ist die Realität in einigen Familien anders.

Jährliche Zunahme von häuslicher Gewalt

Die jährliche Statistik zeigt eine Zunahme von häuslicher Gewalt. „Alles soll perfekt sein, aber die Sorgen sind nicht gelöst, die Krankheiten nicht geheilt, der verlorene Arbeitsplatz nicht ersetzt“, heißt es in einer Pressemitteilung der Diakonie Schwerte. „Die Kosten für Heizung und Strom steigen weiter, aber das Einkommen reicht nicht und 2022 macht mehr Angst vor der Zukunft als Hoffnung auf Besserung.“

Wenn diese Probleme mit freier Zeit, wenig Ablenkung, viel Nähe und vielleicht auch Alkohol gemischt werden, könne eine gefährliche Frustration entstehen, die sich in Streit und Gewalt entlädt.

Die Diakonie Schwerte gibt deshalb Tipps zur Deeskalation in Streitsituationen während der Weihnachtszeit und Anlaufstellen, wenn es doch zu einer Auseinandersetzung kommt.

Tipps zur Deeskalation von Streit:

Diese Tipps gibt es zur Deeskalation im Falle einer Auseinandersetzung:

  • Nicht zu viele Termine und Verpflichtungen wahrnehmen und Zeit für sich selbst einplanen.
  • Vorbereitungen langfristig treffen (Geschenke, Einkäufe, Verabredungen).
  • Dinge einplanen, die einem selbst oder der Familie guttun (Spaziergänge, Fahrradfahren, gemeinsamer Spiele- und/oder Filmabend).
  • Bei drohender Eskalation die Situation verlassen (Spaziergang machen, Musik hören, eine vertraute Person anrufen).
  • Falls es doch „gekracht“ hat: Entschuldigen Sie sich und erklären Sie die Situation.
  • Körperliche Gewalt um jeden Preis vermeiden



Hilfsangebote zwischen den Jahren

Diese Hilfsangebote stehen direkt in Schwerte und/oder allgemein zur Verfügung:

  • Diakonie Schwerte: (02304) 939 30
  • Hilfetelefon Gewalt gegen Frauen: 08000 11 60 16
  • Hilfetelefon Gewalt an Männern: 0800 123 99 00
  • Kinder und Jugendtelefon: 11 6111
  • Elternberatung: 0800 111 05 50
  • Telefonseelsorge: 0800 111 01 11 oder 0800 111 02 22
  • Silbertelefon (einsame Senioren): 0800 470 80 90

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