So soll der neue Marktplatz aussehen. Die Bäume vor dem City-Center werden in den Plänen nicht berücksichtigt. © Riehl Bauermann Partner
Marktplatz-Umgestaltung

„Attraktiver Treffpunkt“, aber klare Forderungen nach Barrierefreiheit auf dem Schwerter Markt

Die Umgestaltung des Marktplatzes ist kein unumstrittenes Thema in der Stadt. Nun meldet sich das Oberschicht der Schwerter Nachbarschaften zu Wort – deutlich positiv, aber auch mit klaren Forderungen.

Kritik an der Umgestaltung des Marktplatzes gab es zuletzt immer wieder, auch die Frage, ob die Schwerter einen neuen Marktplatz überhaupt wollen, stand im Raum. Nun meldet sich das Oberschicht der Schwerter Nachbarschaften zu Wort – deutlich positiv, aber auch mit Forderungen an Verwaltung und Politik.

„Die von Ihnen geplante Umgestaltung des Marktplatzes freut das Oberschicht der Schwerter Nachbarschaften“, heißt es in einem Brief, den Oberschichtmeisterin Jutta Kriesten nach eigenen Angaben persönlich an Bürgermeister Dimitrios Axourgos übergeben hat und auch den Ratsfraktionen hat zukommen lassen.

Forderung nach Barrierefreiheit auf dem Markt

Die Umgestaltung werde dafür sorgen, dass der Marktplatz „zu einem noch attraktiveren Treffpunkt“ für alle Mitbürgerinnen und Mitbürger werde.

Hinsichtlich der Barrierefreiheit auf dem Schwerter Markt wolle man aber einige Aspekte hervorheben, wie die Oberschichtmeisterin mitteilt:

  • Das Leitsystem sollte nicht nur für Blinde taktil erfassbar sein, sondern der Bodenbelag müsse sich auch für Sehbehinderte kontrastreich von der Umgebung absetzen. Dies könnte erreicht werden durch ebene, dunkle und großformatige Steine oder Platten auf den Wegen zu zentralen Zielen wie Tiefgaragen-Aufzug, Kirche und Toilette, während die übrige Platzfläche kleinteiligeres helles, raues Pflaster erhält. Das erfordere auf den Wegen weniger Fugen und Rollstühle, Kinderwagen oder Rollatoren würden weniger durchgerüttelt, heißt es. Feste Fugen aus Harz oder Zement würden Stolperkanten vermeiden.
  • Eine Gefährdung nicht nur für Blinde, sondern auch für Menschen mit Sehschwächen entstünden durch abwärts führende Stufen, auch den geplanten Sitzstufen. Kriesten schreibt: „Nach den Planungen geht man zukünftig aus der City-Center-Passage direkt auf die neuen Sitzstufen zu und droht herunterzufallen.“ Sperr-/Sicherheitsbügel könnten helfen, das Schlimmste zu vermeiden.
  • Auch das Oberschicht hält ein barrierefreies WC am Markt für unerlässlich. Idealerweise sei es als „Toilette für alle“ ausgestaltet. Kriesten schreibt: „In Großbritannien gibt es schon mehr als 1000 solcher Behindertentoiletten, die fast alle Wünsche erfüllen. In unseren Nachbarländern Dänemark und Luxemburg sind öffentliche Toiletten bzw. Toiletten in der Gastronomie überwiegend Toiletten für alle, samt Babywickel-Möglichkeit.“ Sollte eine öffentliche Toilette auf dem Marktplatz zunächst auch nicht vorgesehen sein, so sollte man doch bereits die dafür erforderlichen Anschlüsse vorsehen, um sie später leicht nachrüsten zu können.

Man hoffe, dass die Anregungen dazu beizutragen, „dass die Neugestaltung des Marktplatzes zu einer Bereicherung für alle (…) wird“.

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