Sich gesund ernähren dank einer Abnehm-App? Das sollte auch über die Nutzung der App hinaus möglich sein, findet unsere Autorin. © dpa
Meinung

Abnehm-Apps wie Weight Watchers sind keine Lösung, aber eine Starthilfe

Abnehmen mit einer App wie Weight Watchers? Das ist keine Dauerlösung, findet unsere Autorin. Aber es ist eine Starthilfe für etwas, das die meisten Menschen in ihrem Alltag vergessen haben.

Die meisten Menschen sind darauf bedacht, schlank zu sein. Um dieses Ziel zu erreichen oder den Status Quo beizubehalten, greifen wir auf Diäten, Pülverchen oder auch Apps zurück. Weight Watchers ist eine davon. Das Konzept an sich ist noch älter als Apps, das Ziel jedoch dasselbe geblieben.

Ich habe Erfahrung mit dieser App. Auch ich kann mich nicht davon freisprechen, ein Gewicht zu wollen, mit dem ich mich gesellschaftlich wohlfühle. In meinem Umfeld haben Menschen diese Methode ebenfalls ausprobiert.

Was ich daraus mitnehmen konnte: Solche Methoden sind auf Dauer keine Lösung. Denn erfahrungsgemäß hält man sich nur so lange an die App, bis man das Ziel erreicht hat. Ohne die Vorgaben kann es dann vorkommen, dass man in alte Muster verfällt – und schnell einige der Kilos zurückkommen.

Intuitives Essen neu lernen

Und schon muss man sich wieder auf die App einlassen? Nein, das muss echt nicht sein. Denn Apps wie Weight Watchers – oder solche, die beim Kalorienzählen helfen – können uns zumindest eines lehren: wie man sich intuitiv ernährt. Wie man ein Gefühl dafür bekommt, richtig zu essen. Und auf sein Bauchgefühl zu hören.

Denn das ist ein Hauptfaktor dafür, dass man unliebsame Kilos dazugewinnt. Im Alltagsstress und einem Überangebot an Lebensmitteln vergessen wir alle nur zu schnell, auf unseren Körper zu hören. Wann hat man wirklich Hunger? Braucht man einen Schokoriegel, um klar denken zu können? Muss man den Teller leeren, obwohl man schon satt ist?

Dadurch, dass die Apps Vorgaben macht, kann man ein Gefühl dafür zurückbekommen, welche Lebensmittel einem guttun. Aber natürlich auch, welche man zwar essen darf, nur nicht in rauen Mengen. Hört man dann mit der Nutzung der App auf, muss man nur auf dieses neu erlernte Gefühl weiterhin hören. Und sich nicht mehr darauf verlassen, dass ein Programm das Denken über Essen für einen übernimmt.

Über die Autorin
Volontärin
Obwohl nicht in Dortmund geboren, bin ich doch eng mit dieser Perle des Ruhrpotts verbunden. Eine Stadt durch die Augen eines Journalisten kennenzulernen, das fasziniert mich. Seit Oktober 2017 arbeite ich für die Ruhrnachrichten und bin seit April 2020 Volontärin.
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