Die Entscheidung über die Nutzung der Fläche im Norden von Schwerte ist gefallen. © Stadt Schwerte/Ingo Rous
„Am Dohrbaum“

100 Wohnungen oder Gewerbe „Am Dohrbaum“: Entscheidung ist gefallen

100 neue Wohnungen oder ein reines Gewerbegebiet? Noch im November wurde die Entscheidung über die Nutzung der Fläche „Am Dohrbaum“ in Schwerte vertagt. Jetzt ist eine Entscheidung gefallen.

Noch im November wurde die Entscheidung darüber, ob aus der freien Fläche „Am Dohrbaum“ ein reines Gewerbegebiet oder eine Mischung aus Gewerbe- und Wohnbau wird, vertagt. Die Wirtschaftsförderungsgesellschaft des Kreises Unna (WfG) hatte das Areal im Norden von Schwerte vor einigen Jahren ersteigert, um daraus ein Gewerbegebiet zu machen.

Die SPD sprach sich zum damaligen Zeitpunkt im Planungsausschuss für ein neues Gewerbegebiet aus, die CDU-Fraktion lehnte den Antrag der Sozialdemokraten grundsätzlich ab. Grüne und WfS äußerten im Ausschuss Bedenken, dass auch entscheidend sei, welche Firmen sich auf der neuen Fläche ansiedeln.

Entscheidung über Bebauung ist gefallen

Die Entscheidung des Planungsausschusses über den Bebauungsplan Am Dohrbaum wurde schließlich vertagt. Nun haben die Mitglieder des Ausschusses für Planen, Bauen und Wohnen eine Entscheidung getroffen: Aus der Fläche im Norden der Stadt soll in Zukunft ein reines Gewerbegebiet werden. Das ursprüngliche Vorhaben, ein Mischgebiet aus Gewerbe- und Wohnbebauung entstehen zu lassen, ist mit dieser Entscheidung vom Tisch.

Einen entsprechenden Auftrag hat die Stadtverwaltung mit dem politischen Beschluss entgegengenommen. Der ursprüngliche Antrag der SPD wurde zudem um den Vorschlag der Grünen erweitert, Klimaneutralität und Klimafolgenanpassung in besonderem Maße zu berücksichtigen.

Beginn des Bauleitverfahrens

„Die Stadt Schwerte begrüßt das Vorhaben, an exponierter Stelle ein Gewerbegebiet auszuweisen. Wir hoffen auf viele Interessenten“, so Bürgermeister Dimitrios Axourgos.

Mit der Entscheidung steht die Stadt nun am Anfang des Bauleitverfahrens. Das förmliche Verfahren besteht aus mehreren Schritten und beinhaltet auch die frühzeitige Beteiligung der Bürger. Hier wird die Öffentlichkeit über die allgemeinen Ziele und Zwecke informiert und Bürger sowie sonstige Interessierte bekommen die Möglichkeit zu Äußerung und Erörterung.

Vor der ersten öffentlichen Auslegung der Planunterlagen gibt es noch die Beteiligung der Träger öffentlicher Belange. Bis das gesamte Verfahren abgeschlossen ist, können mehrere Monate bis Jahre vergehen.

Über den Autor
Freier Mitarbeiter
Student für Sozialwissenschaft und Philosophie – gebürtiger Schwerter und Wahl-Dortmunder. Immer interessiert an Menschen aus dem Ruhrgebiet und ihren Geschichten.
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Felix Mühlbauer
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