VfL Schwertes Trainer Dominik Buchwald durfte sich über ein besonderes Tor freuen. © Foto: Manuela Schwerte
Fußball

Was für ein Comeback – Schwerter trifft in seinem ersten Spiel zwei Jahre nach Kreuzbandriss

Kreuzbandriss, Pause, ran gekämpft, Corona-Lockdown, erstes Spiel und direkt der Treffer. Die vergangenen zwei Jahre eines Spielers des VfL Schwerte gleichen dieser Achterbahn der Gefühle.

Solch Geschichten schreibt nur der Fußball – ein Glück, dass diese nach ganz langer Corona-Zwangspause wieder möglich sind.

Es ist ungefähr zwei Jahre her, da verletzte sich der VfL-Schwerte-Spieler Lars Maron bei der Stadtmeisterschaft in Westhofen. Kreuzbandriss, Saison-Aus. Zu diesem Zeitpunkt dachte er noch nicht, dass seine Pause zwei Jahre lang dauern würde.

Im Normalfall dauert die Genesung nach einem Kreuzbandriss zwischen sechs Monaten und ungefähr einem Jahr. So lief es auch bei Maron. Als sich der Spieler langsam wieder ins Training zurückkämpfte und spielfit war, schrieben wir Oktober, November 2020. Just zu diesem Zeitpunkt ging das Land aber in einen zweiten Corona-Lockdown, der bis Mitte dieses Jahres anhalten sollte.

Ein halbes Jahr mehr, um fit zu werden

Und so wurde Maron erneut zurückgeworfen auf seinem Weg zurück auf den Platz. „Im November wäre ich eigentlich einsatzbereit gewesen“, sagt er. Aber so habe er wenigstens noch ein weiteres halbes Jahr gehabt, um sich fit zu bekommen. Zweimal die Woche sei er seit November weiterhin laufen gegangen und habe für sich individuell trainiert.

Nun darf und kann er aber wieder das machen, was ihm viel mehr Spaß macht: nämlich selber kicken. „Es war ein geiles Gefühl, wieder auf dem Platz stehen zu können.“ Gegen RW Barop (2:1) am vergangenen Sonntag war es soweit: Nach fast zwei Jahren Zwangspause stellt Schwertes Trainer Dominik Buchwald Lars Maron auf – sogar in der Startelf.

45 Minuten durfte der VfL-Spieler ran – und belohnte sich sogar mit einem Tor. „Darüber habe ich mich sehr gefreut“, sagt er. Auch für seine Mannschaftskollegen war das ein emotionaler Moment. „Man hat mich mit offenen Armen empfangen.“

Das Tor selber war nicht spektakulär. Nach guter Vorarbeit von Junior Kingsley Ndubueze musste Maron nur noch den Fuß hinhalten. Weniger schön machte das den Moment aber nicht. Nach der langen Leidenszeit freut sich der Schwerter, dass er nun wieder spielen darf. Überhitzen wolle er dabei aber nicht. „Ich möchte mich jetzt langsam rantasten, in meinen Rhythmus kommen und Spaß haben.“

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