Der VfL gewann zum Auftakt mit 4:1. © Foto: Manuela Schwerte
Fußball

VfL Schwertes Neuzugang trifft zweimal und ist nicht zufrieden – „Lüner SV war schlecht“

Vor drei Wochen wechselte er von Westfalia Wickede zum VfL Schwerte. Und schoss gleich zwei Tore beim Saisonauftakt gegen den Lüner SV II. In diesem Tempo soll es weitergehen beim Last-Minute-Neuzugang.

Er war quasi ein Last-Minute-Neuzugang für den VfL Schwerte, wechselte erst vor drei Wochen vom Westfalenligisten Westfalia Wickede zum Bezirksligisten an den Schützenhof. Zum Saisonstart gegen den Lüner SV 2 steuerte er zwei Tore bei. Nach 90 Minuten hieß es 4:1. So richtig zufrieden war der großgewachsene Mittelstürmer aber dennoch nicht, sein ambitioniertes Ziel von „15 bis 20 Saisontore“ will der gebürtige Serbe jedoch unbedingt erreichen.

„Ehrlich gesagt“, so Neuzugang Aleksandar Djordjevic, „bin ich nicht ganz zufrieden. Was aber am Gegner lag. Der Lüner SV war wirklich schlecht. Wir haben unsere Aufgabe ganz gut gemacht, aber der Gegner war kein Maßstab“, sagte der Mittelstürmer nach der Partie.

Dass der VfL seine Aufgabe souverän gelöst hat, war in der Tat nicht selbstverständlich. Insgesamt elf Akteure musste VfL-Coach Dominik Buchwald beim Auftaktspiel gegen Lünen wegen Urlaub oder Verletzungen ersetzen. Nach einer ausgesprochen holprigen Vorbereitungsphase mit zahlreichen Niederlagen und vielen Ausfällen – eine Woche lang ruhte sogar komplett der Trainingsbetrieb – stand daher auch der Meisterschaftsauftakt zunächst unter einem schlechten Stern.

Allerdings dauerte es nur sechs Minuten, ehe Aleksandar Djordjevic zum ersten Mal für seinen neuen Klub traf. Dem 1:0 in der sechsten Minute ließ der 24-Jährige noch das 4:0 in der 80. Minute folgen. „Das ist ganz okay. Ich habe zwei Tore selbst geschossen, eine Torvorlage gegeben und wir haben bis zur 90. Minute die Null gehalten. Erst mit dem Schlusspfiff fiel das einzige Gegentor“, blickte der Ex-Wickeder zurück.

Obwohl Djordjevic erst vor drei Wochen zum VfL stieß, habe er sich schon glänzende eingelebt, so der Mittelstürmer: „Mannschaft und Trainer haben mir einen tollen Empfang bereitet, das sind alles richtig nette und sympathische Jungs“, zeigte sich der Neuzugang vom neuen Umfeld angetan.

In Schwerte will Djordjevic seinen Fokus zurück auf den Fußball richten. „Ich habe endlich wieder richtig Lust auf Fußball“, unterstrich der selbstständige Finanzdienstleiter, der vor seinem Engagement in Schwerte oftmals wegen seines Jobs das Training verpasste. „Vier- bis fünfmal in der Woche zum Training, das war mit meinem Job einfach nicht möglich“, so der 24-Jährige.

Aleksandar Djordjevic traf gleich doppelt. © Foto: Manuela Schwerte © Foto: Manuela Schwerte

Nach den Stationen Holzwickede 2, TuS Ennepetal, Hombrucher SV, Kirchhörder SC und Westfalia Wickede sieht es so aus, als sei er endlich angekommen. Dass er nun beim VfL Schwerte zwei Klassen tiefer spiele als im Vorjahr in Wickede, sei in Ordnung: „Bislang wollte ich das natürlich immer vermeiden. Aber das ist absolut ok und ich fühle mich richtig wohl beim VfL Schwerte.“

Bleibt die Frage nach dem selbstgestellten Ziel von „15 bis 20 Toren“? Da sei er zuversichtlich, so Djordjevic: „Ich brauche diesen Druck.“

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Ein waschechter Dortmunder, Jahrgang 1957. Vor dem Journalismus lange Jahre Radprofi, danach fast 30 Jahre lang Redakteur bei Dortmunder Tageszeitungen, seit 2015 bei den Ruhr Nachrichten, natürlich im Sport.
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