Torwart David Graudejus (re.) und seine Mitspieler des VfL Schwerte müssen lange auf einen Teamkollegen verzichten. © Nils Foltynowicz
Fußball

Spieler des VfL Schwerte verletzt sich schwer – am Mittwoch wird er operiert

Die Vorfreude war riesig, der Frust umso größer: In seinem ersten Spiel für den VfL Schwerte zog sich ein Neuzugang am Sonntag gegen Rot-Weiß Lüdenscheid eine schwere Verletzung zu.

Noch nicht einmal eine Viertelstunde war auf dem Sportplatz Schützenhof im Testspiel zwischen dem VfL Schwerte und dem Landesligisten Rot-Weiß Lüdenscheid gespielt – da knallte es. Kurz und heftig.

„Ich hab‘ gedacht, mir tritt von hinten einer in die Hacken. Aber als ich mich umgedreht habe, war da keiner“, schildert Lukas Severin die Szene, die ihm nun eine lange Zwangspause beschert.

Lukas Severin. © Manuela Schwerte © Manuela Schwerte

Denn die leisen Hoffnungen, dass es vielleicht „nur“ ein Anriss der Achillessehne sein könnte, bestätigten sich am Montag leider nicht. „Die Achillessehne ist gerissen, schon am Mittwoch werde ich operiert“, berichtete Severin.

Letztes Spiel lag rund zwei Jahre zurück

Dabei hatte sich der Neuzugang so auf das neue Fußballkapitel gefreut, das er am Schützenhof aufschlagen wollte. Rund zwei Jahre lag das letzte Spiel des 26-Jährigen zurück, der zuletzt rund anderthalb Jahre in Mexiko gelebt hatte und der sich nach seiner Rückkehr nach Deutschland dem Verein angeschlossen hatte, für den er einst schon in der Jugend kickte.

Und bisher hätten sich auch alle Erwartungen erfüllt, erzählt Severin. „Ich habe mich beim VfL sofort wohlgefühlt und habe mich schon richtig auf die Saison gefreut.“ Als kürzlich der Spielplan der Bezirksligasaison veröffentlicht wurde, habe er sich sofort die Termine für die Derbys rausgeschrieben, erzählt er – der junge Mann hat richtig Lust auf Fußball.

Lukas Severin: „Solche Gedanken verdränge ich“

Nun aber wird es für Severin vorerst nichts mit den Prestigeduellen gegen den ETuS und Geisecke. Stattdessen wird der Linksfuß wohl die komplette Hinrunde ausfallen. „Nach der OP muss man mindestens drei Monate rechnen – und dann muss man auch erstmal wieder reinkommen. Aber solche Gedanken verdränge ich momentan noch“, so Severin am Montag.

Aber eins hat sich Lukas Severin schon jetzt fest vorgenommen: Das Ende der aktiven Karriere soll dieser Achillessehnenriss nicht bedeuten. „Definitiv nicht“, so Severin – den Fußball nur in der Zuschauerrolle zu erleben, dafür fühlt er sich mit 26 noch zu jung. Und die knappe Viertelstunde des Testspiels gegen Lüdenscheid kann ja wohl noch nicht alles gewesen sein, was er für den VfL Schwerte absolviert hat.

Zudem soll es ja irgendwann dann auch klappen mit den Derbys gegen ETuS und Geisecke – am besten schon in der Rückrunde der bevorstehenden Saison, wenn Lukas Severin die Folgen der schweren Verletzung hoffentlich überstanden hat.

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Michael Doetsch

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